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Neues Cash-Limit bei Goldkäufen wäre Todesstoß für viele Goldhändler

Deutschland will eine niedrigere Obergrenze für Goldkäufe einführen. Die rigide Regel soll Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung erschweren, träfe aber vor allem Kleinsparer und Händler, sagt ein Brancheninsider.

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Ein Gesetzesentwurf des deutschen Finanzministers Olaf Scholz versetzt die Zunft der Goldhändler und-vermittler derzeit in Aufruhr: Ab 2020 sollen Käufer von physischem Gold nur noch bis zu einer Obergrenze von 2.000 Euro anonym bleiben dürfen, wenn sie den Rechnungsbetrag in bar begleichen. Dadurch will die Politik Geldwäsche und Terrorfinanzierung bekämpfen. In der Praxis träfe das Gesetz allerdings die Falschen, sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG.

Goldkäufe von über 10.000 Euro müssen schon jetzt namentlich von Edelmetallhändlern dokumentiert werden. "Das neue Gesetz träfe also vor allem Kleinsparer und Menschen, die Edelmetalle als Geschenk zu Hochzeiten oder ähnlichen Anlässen kaufen möchten", sagt Lochmann. Für Goldhändler würde die Regelungen deutlich mehr Aufwand bedeuten, wenn auch Kleinkäufe bereits eine Prüfung erfordern. Die Preise dürften deshalb leicht steigen. 

Gesetzliche Nebelkerze
Doch das ist nur kleinere Übel. Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnte das das Ende des stationären Gold-Handels bedeuten, fürchtet der Experte. "In einer Branche, in der zum Großteil mit Margen von unter einem Prozent gearbeitet wird, kratzt das an der Grenze der Rentabilität", sagt Lochmann. Einige Händler hätten bereits angekündigt, gar keine Tafelgeschäfte mehr anzubieten. Stattdessen wollen sie ihre Edelmetalle nur noch im Versandhandel verkaufen.

Ohnehin hält Lochmann die Diskussion um eine neue Bargeld-Obergrenze für eine Scheindebatte: "Die kriminellen Machenschaften konzentrieren sich inzwischen eher auf Kryptowährungen. Goldkäufer dagegen sind in der Regel klassische Sparer, die ihr Vermögen durch Gold diversifizieren möchten." (fp)

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