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Neuer Impact-Investing-Industriestandard aus der Taufe gehoben

Der neu geschaffene Marktstandard für Impact Investing, initiiert durch die International Finance Corporation (IFC), einem Mitglied der Weltbankgruppe, gewinnt die ersten Unterzeichner. Einer der Gründer ist BlueOrchard Finance. Durch diesen Standort soll „Impact-Washing“ vermieden werden.

Gruppenfoto anlässlich der Unterzeichnung der Impact Principles Mitte April 2019.
Gruppenfoto anlässlich der Unterzeichnung der Impact Principles Mitte April 2019.
 
© BlueOrchard

Impact Investing gewinnt an Bedeutung, also muss ein entsprechender Industriestandard geschaffen werden. Zu den ersten Unterzeichnern der Operating Principles for Impact Management (“die Prinzipien”) gehört der Impact Investment Manager BlueOrchard Finance aus der Schweiz. Darüber berichtet die Gesellschaft per Aussendung.

Bei diesen Prinzipien handelt es sich um einen neu geschaffenen Marktstandard für Impact Investing, initiiert durch die International Finance Corporation (IFC). Als Teil eines internationalen Zusammenschlusses öffentlicher und privater Organisationen, die an der Entwicklung der Prinzipien beteiligt waren, hat BlueOrchard maßgeblich zu deren Konzeptualisierung beigetragen.

„Impact-Washing“ soll vermieden werden
Die Prinzipien sollen einen klaren und einheitlichen Marktstandard für Investitionen im Bereich Impact Investing bieten. Hierdurch sollen auch Bedenken hinsichtlich der Ausnutzung des Impact-Begriffes für PR-Maßnahmen oder zu Marketingzwecken („impact-washing“) adressiert und entgegengewirkt werden. Ein klares Ziel der Prinzipien sei es, dem Impact Investing-Markt mehr Transparenz, Glaubwürdigkeit und Disziplin zu verleihen.

Investoren wollen Messtechniken für bessere Vergleichbarkeit
Für Dr. Patrick Scheurle, Vorstandsvorsitzender von BlueOrchard sei es sehr ermutigend zu sehen, wie das Engagement sowohl von Anlegern als auch der Investmentindustrie im Allgemeinen für das Impact Investing wächst. Zu Recht würden immer mehr Investoren Messtechniken für den Impact von Investitionen erwarten, die in der gleichen Weise branchenweit verglichen werden können wie herkömmliche finanzielle Bewertungen. Ein vergleichbares, gemeinsames Regelwerk für den Impact von Investitionen soll dazu beitragen, zusätzliche Investoren zu mobilisieren und ihnen die Möglichkeit geben, einen positiven sozialen und ökologischen Impact zu erzielen. „Aufbauend auf unserer fast 20-jährigen Erfahrung im Impact Investing, werden wir weiterhin die Entwicklung und Implementierung von Best Practices für das Impact Management vorantreiben und unser Fachwissen weitergeben“, kündigt Scheuerle an.

Mehr Rückenwind für Impact Investing
„Um ihr wahres Potenzial zu erreichen und vollständig zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) beizutragen, ist ein weiteres Wachstum der Impact-Investing-Branche elementar. Eine wesentliche Grundlage hierfür sehen wir in der Verbesserung, Professionalisierung und Standardisierung der Impact-Management-Prozesse der Branche. Denn dies demonstriert die Effektivität und Relevanz von Impact Investing zum Erreichen der SDGs“, ergänzt Peter A. Fanconi, Aufsichtsratsvorsitzender von BlueOrchard.

IFC-Prinzipien sollen Industriemaßstab werden
„Bereits seit unserer Gründung hat BlueOrchard zur Entwicklung eines globalen und gemeinsamen Regelwerkes für das Impact Management beigetragen. Wir sind überzeugt, dass die IFC-Prinzipien zu einem Industriemaßstab werden und haben daher proaktiv zu ihrer Entwicklung beigetragen. Darüber hinaus gehören wir zu den ersten, die ihre Impact Management-Praktiken bereits an den Prinzipien ausgerichtet haben, wie in unserem kürzlich veröffentlichten BlueOrchard Impact Report dargestellt. Wir sind stolz darauf, einer der wenigen Impact-Investoren mit einem hauseigenem Impact-Management-Instrument zu sein, das wir kontinuierlich verbessert und an die Branchenstandards angepasst haben,“ betont Maria Teresa Zappia, Chief Investment Officer von BlueOrchard. (aa)

 

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