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Neue Sterbetafeln: Deutsche sterben wieder früher

Die Deutschen sterben wieder früher – wegen Corona. Dies hat das Statistische Bundesamt nun offiziell mit der Veröffentlichung neuer Sterbetafeln bestätigt. Das hat Auswirkungen auf die Kalkulation vieler institutioneller Investoren, beispielsweise bei Lebensversicherungsgesellschaften.

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© Syda Productions / stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie schlägt sich nun auch offiziell in den Statistiken zur Lebenserwartung der Deutschen nieder. Im Durchschnitt können 2021 neugeborene Mädchen damit rechnen, 83,2 Jahre alt zu werden, neugeborene Jungen 78,2 Jahre. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit habe sich die Lebenserwartung von Neugeborenen im Vergleich zum letzten Vorpandemiejahr 2019 deutlich verringert: Bei Jungen um 0,6 Jahre, bei Mädchen um 0,4 Jahre. Hauptgrund für diese Entwicklung sind die außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen während der Coronawellen. 

Das hat womöglich bald auch Auswirkungen für die Lebensversicherer und ihre Produkte: Basis der oben genannten Zahlen sind die neuen Sterbetafeln für die Jahre 2019/2021 des Statistischen Bundesamtes, das zur Analyse der Effekte durch Corona Sonderberechnungen für die Jahre 2020 und 2021 machte. In den Sterbetafeln berechnen Statistiker, vereinfacht ausgedrückt, wie lange Menschen in einem Land leben. Die offiziellen Sterbetafeln sind nun wiederum die Basis für Sterbetafeln der Versicherungsgesellschaften, welche sie zur Berechnung der Tarife von Lebenspolicen sowie der Rentenfaktoren von fondsgebundenen Produkten nutzen. 

Geringere Lebenserwartung, höhere Renten
Falls die Versicherer ihre Sterbetafeln nun anpassen sollten, kann es dazu führen, dass Verbraucher höhere Renten erhalten – wenn man die Effekte durch die Änderungen der Zinsen außer Acht lässt, der anderen wichtigen Stellschraube für die Zahlungen. Denn je kürzer die Menschen leben, desto weniger Kapital müssen die Versicherer bereitstellen. Das gilt auch für die Auszahlphase von Fondspolicen.

Rasche Auswirkungen dürfte die sinkende Lebenserwartung aber nicht auf das Geschäft der Lebensversicherer haben – für dessen Entwicklung die Gesellschaften derzeit pessimistisch sind. Sie erwarten nach Angaben des Branchenverbandes GDV wegen der Verunsicherung der Verbraucher durch Ukraine-Krieg, Inflation und auch Corona im laufenden Jahr nur ein nominales Beitragswachstum von 0,6 Prozent. Für 2023 rechnen sie sogar nur mit einem Beitragswachstum von 0,2 Prozent. Immerhin: Die andauernde Pandemie hat nicht dazu geführt, dass die Stornoquoten bei Lebenspolicen im vergangenen Jahr wieder stiegen. Sie betrugen geschätzt 4,2 Prozent – nach 4,4 Prozent im Jahr 2020. Das Volumen der stornierten Policen kletterte um 200 Millionen Euro auf 13,8 Milliarden Euro, wie Policen Direkt mitteilte. (jb)

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