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Marktaufsicht behält Short-Trader unter der Lupe

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde verlängert die Meldepflicht für Netto-Short-Positionen in Höhe von 0,1 Prozent oder mehr um drei weitere Monate. Diese Maßnahme soll laut Aufsicht dazu dienen, in der Corona-Krise eine enge und zeitgerechte Beobachtung der Märkte zu ermöglichen.

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Aus Sorge um überproportionalen Verkaufsdruck hält die Marktaufsicht Short-Trades unter Beobachtung.
© Goodpics / stock.adobe.com

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) verlängert die am 16. März 2020 erlassene, zeitlich befristete Meldepflicht für Netto-Short-Positionen in Höhe von 0,1 Prozent oder mehr mit 17. Juni 2020 um drei weitere Monate, wie es in einer entsprechenden Aussendung heißt. Betroffen davon sind Aktien, die an einem geregelten Markt der Europäischen Union notieren, womit die grundsätzlich bestehende Meldepflicht für Halter von Netto-Short-Positionen von 0,2 Prozent weiterhin auf 0,1 Prozent des ausgegebenen Nominales abgesenkt bleibt. Die Meldeschwelle gilt nicht für Aktien, deren Haupthandelsplatz in einem Drittstaat außerhalb der Union ist, sowie für Market-Making- oder Stabilisierungsgeschäfte. Diese Transparenzmaßnahme trifft jede natürliche oder juristische Person, gleichgültig ob diese innerhalb oder außerhalb der Union ansässig ist. Die Positionen sind an die für den Markt zuständige nationale Aufsichtsbehörde zu melden.  
 
Zeitnahe Reaktion
Diese Maßnahme soll laut Aufsicht dazu dienen, den Aufsichtsbehörden in der Corona-Krise eine möglichst enge und zeitgerechte Beobachtung der Marktentwicklungen zu ermöglichen, um gegebenenfalls noch strengere Maßnahmen zum Schutz der Finanzmärkte sowie der Anleger ergreifen zu können.  ESMA wird gemeinsam mit den nationalen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörden alles Erforderliche unternehmen, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Märkte sowie deren Stabilität und damit das Vertrauen in diese sicherzustellen.  (hw)

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