Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Institutioneller Investor sucht Manager für Best-of-Two-Strategie

Ad

Ein Großanleger tätigt über das Mandate-Tool eine Ausschreibung betreffend eine Best-of-Two-Strategie im Bereich Renten und Aktien. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Regulierung
twitterlinkedInXING

Linke Politiker wollen Aktienrückkäufe beschränken

Die Führung der US-Demokraten will Aktienrückkäufe beschränken. Spitzen-Demokrat Charles Schumer kritisiert eine "Selbstbedienungsmentalität" bei Unternehmen.

5.jpg
© Brown / stock.adobe.com

Die Spitze der demokratischen Partei in den USA will Unternehmen für Aktienrückkäufe engere Grenzen setzen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet, hat der Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, Charles Schumer, gemeinsam mit dem parteilosen Senator Bernie Sanders eine entsprechende Gesetzesinitiative angekündigt.

Die beiden Politiker kritisieren eine ausufernde "Selbstbedienungsmentalität" bei Unternehmen, die durch von Präsident Donald Trump erlassenen Steuersenkungen zusätzlich begünstigt worden sei. In einem gemeinsamen Beitrag für die "New York Times" rechnen Schumer und Sanders vor, dass die im S&P 500-Index versammelten Firmen zwischen 2008 und 2017 insgesamt vier Billionen US-Dollar in den Rückkauf eigener Anteile gesteckt haben. Das entsprach rechnerisch mehr als der Hälfte der in dieser Zeitspanne erzielten Gewinne. Das Duo will laut FAZ ein Gesetz in den Senat einbringen, das Aktienrückkäufe verbietet, es sei denn, die betreffenden Unternehmen zahlen mindestens 15 Dollar Stundenlohn, gewähren ihren Beschäftigten Lohnzahlung im Krankheitsfall und stellen einen Pensionsplan für ihre Staambelegschaft auf.

Schumer und Sanders kritisieren, dass Aktienrückkäufe die Wohlhabenden begünstigen. Grund: Zehn Prozent der reichsten US-Haushalte besitzen 85 Prozent aller Aktien in den Vereinigten Staaten. Zudem profitieren Top-Manager, wenn ihr Arbeitgeber eigene Aktien zurückkauft, denn ihr Einkommen ist oft an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppelt. Das zweite Argument der Politiker: Verwenden Firmen ihre Gewinne für Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen, bleibt zu wenig Geld für Investitionen und Lohnerhöhungen. Während die Aktienrückkäufe neue Rekorde erreicht haben, stagnieren die Löhne in den USA.

Rückkäufe sind oft kreditfinanziert
Nicht alle Fachleute teilen die Kritik. So weisen der Ökonom John Cochrane und der Hedgefonds-Manager Cliff Asness laut FAZ darauf hin, dass das durch Aktienrückkäufe erlöste Geld bei Aktienanlegern landet, die es zum Beispiel in junge Unternehmen mit guten Geschäftsideen investieren.

Zudem zeigt sich seit Jahren ein positiver Zusammenhang zwischen Aktienrückkäufen und Unternehmensinvestitionen. Im ersten Halbjahr 2018 erreichten die Rückkäufe in den Vereinigten Staaten einen Rekord, aber auch die Investitionen lagen über dem Durchschnitt. Viele Unternehmen finanzieren Rückkäufe zudem über Kredite statt mit eigenen Gewinnen. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen