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Kryptobörse Binance mit heftigem Gegenwind in UK, Kanada und Japan

Die britische Finanzaufsicht FCA hat Binance.com, einer der weltweit größten Kryptobörsen, verboten. Damit ist sie nicht allein. Auch andere Regulierungsbehörden wie jene aus Kanada und Japan machen Binance das leben schwer. Einige Geschäfte müssen eingestellt werden.

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Sie versteht keinen Spass: die Financial Conduct Authority (FCA)
© Archiv

Zuletzt hat die Financial Conduct Authority (FCA), Regulierungsbehörde im Vereinigten Königreich, Binance verboten, bestimmte Dienstleistungen anzubieten. Der Handel mit Kryptowährungen ist in Großbritannien zwar nicht direkt reguliert, aber andere damit in Zusammenhang stehende geschäftliche Aktivitäten wie der Verkauf von Derivaten sind genehmigungspflichtig. Laut  Erklärung der FCA sei es Binance Markets nicht gestattet, eine regulierte Tätigkeit in Großbritannien auszuüben. Keine Geschäftseinheit der Binance-Gruppe halte irgendeine Form der Genehmigung, Registrierung oder Lizenz zur Durchführung von regulierten Aktivitäten in Großbritannien.

Japan wittert Betrieb ohne Bewilligung
Nicht nur in Großbritannien, auch in Japan holen die Behörden zum Schlag gegen die Kryptobörse aus. Japans Financial Services Agency FSA erklärte, die Plattform arbeite ohne ordnungsgemäße Genehmigung. Binance wurde im März 2018 schon einmal von der FSA aus dem gleichen Grund verwarnt. CEO Changpeng “CZ” Zhao sprach sich damals gegen Berichte aus, dass sein Unternehmen von der FSA strafrechtlich belangt werde, und behauptete, seine Börse stehe in konstruktivem Dialog mit der FSA.  

Betriebseinstellung in Ontario zum Jahresende
Binance wird zudem in Ontario, Kanada ab Ende des Jahres 2021 keine Kunden mehr bedienen, nachdem die kanadischen Regulierungsbehörden dort vor Geschäften an Krypto-Märkten gewarnt hatten. Zuletzt stellte sich heraus, dass die kanadische Provinz Ontario alles andere als wohlwollend in Bezug auf Kypto-Börsen agiert, denn Mitte April 2021 führte die Ontario Securities Commission neue Vorschriften ein, die die Plattform offensichtlich nicht erfüllen kann oder will. Die kanadischen Kunden haben bis zum Ende des Jahres Zeit, ihre aktiven Positionen zu schließen.

Trotz allen Gegenwinds geht der Handel via der Hauptseite von Binance weiter.

FCA zeigt klare Kante
Dr. Alpay Soytürk, Head of Compliance bei Spectrum Markets, kommentiert die aktuelle Entscheidung der britischen Finanzaufsicht wie folgt: „Die FCA hat eine klare Linie gezogen: Jeder, der in Großbritannien Anlageprodukte oder Lösungen für Kryptowährungen anbietet, muss dies in einem sicheren und regulierten Umfeld tun. Darin schließt sich die FCA anderen wichtigen Regulierungsbehörden an, insbesondere jenen in den USA und Asien. Damit zeichnet sich ein breiter Konsens ab, der uns einen globalen regulatorischen Handlungsrahmen für Krypto-Assets geben könnte. Diesen benötigt die Branche dringend, um langfristig florieren und gleichzeitig sicherzustellen zu können, dass die Anleger ausreichend geschützt sind."

Dezentralität als Herausforderung für Aufsichten
Die besondere und dezentralisierte Funktionsweise von Kryptowährungen stelle eine einzigartige Herausforderung für die regulatorische Aufsicht und Umsetzung dar, so Dr. Soytürk weiter. Dabei handele es sich um eine Herausforderung, die durch das schnelle und von Privatanlegern getragene Wachstum noch dringlicher geworden sei: "Die Regulierungsbehörden erklären, dass sie Handelsplätze als ein wichtiges Puzzleteil bei der Bewältigung dieses Problems erachten, was durchaus berechtigt ist. Aber es liegt auch an den Börsen, hier mitzuspielen. Die FCA hat gezeigt, dass man, wenn man nicht Teil der Lösung ist, als Teil des Problems angesehen wird, und das wird Konsequenzen nach sich ziehen.” (kb)

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