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Kann die Bank of Japan den japanischen Aktienmarkt retten?

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihr ETF-Kaufziel verdoppelt. Was das für den japanischen Aktienmarkt bedeutet, beurteilt John Vail, Chief Global Strategist von Nikko Asset Management.

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John Vail, Chief Global Strategist von Nikko Asset Management
© Nikko AM

Mit der Verdoppelung des ETF-Limits auf zwölf Billionen Yen hat die BoJ die optimistischsten Erwartungen erfüllt und die überwiegende Meinung am Markt übertroffen. Diese Maßnahme hätte den Markt daher sehr positiv überraschen müssen. Hoffentlich werde sie aggressiv umgesetzt, meint John Vail, leitender Startege bei Nikko Asset Management.

Die anfängliche Reaktion des Aktienmarktes war jedoch nicht positiv
Dies wohl deshalb, weil die BoJ aus Sicht des Marktes nicht gewillt scheint, das neue Limit klar genug auszuschöpfen. Die BoJ dürfte bei den gegenwärtigen Niveaus auf jeden Fall stark zukaufen. Der Markt scheint aber erst einmal sehen zu wollen, wie engagiert die BoJ wirklich ist. Überzeugt sie dabei, sollte die positive Überraschung auf dem Markt greifen. Die BoJ wird das neue Limit nicht voll ausschöpfen, wenn sich der Aktienmarkt schnell wieder erholt. In diesem Fall aber könnte sie ihre Kommunikation später immer noch entsprechend anpassen.

Erhöhung des Kaufziels für Unternehmensanleihen um eine Billion Yen
Das ist sehr hilfreich und hat viele Skeptiker auf dem Markt überrascht, sagt Vail: "Dies dürfte diesen eher illiquiden Markt deutlich unterstützen. Meiner Meinung nach hätte sie etwas mehr tun können, auch wenn Japan nicht unter der gleichen Art von Problemen am Anleihenmarkt leidet wie die USA. Auch das Programm zum Tausch von Firmenkrediten ist sehr positiv."

Insgesamt hat die BoJ positiv überrascht
Dies sollte letztendlich dazu beitragen, den Markt in einer Weise zu unterstützen, wie es mit niedrigeren Zinssätzen derzeit nicht möglich ist. Den Nikkei vor einer Abwärtsspirale zu bewahren, wird verhindern, dass Verbraucher und Unternehmen das Vertrauen verlieren. Schließlich gilt der Aktienmarkt als Frühindikator.

Kurodas Pressekonferenz
In seiner Pressekonferenz nach Börsenschluss räumte BoJ-Gouverneur Kuroda jegliche Unklarheit über die Entschlossenheit der BoJ bezüglich der Käufe von ETFs aus. Die Zentralbank werde so lange wie nötig im Zwölf-Billionen-Yen-Takt kaufen, das heißt in doppeltem Umfang wie bisher. Für einige Beobachter bedeutet das Käufe von bis zu 200 Milliarden Yen an Tagen, an denen sich die BoJ für den Kauf entscheidet, doppelt so hoch wie zuletzt. Es könnte aber durchaus noch mehr sein, wenn die Käufe an Tagen mit großen Aktienabschlägen flexibel umgesetzt werden, meint Vail. (kb)

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