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Insurance Europe mit EIOPA, ESRB im Clinch: Aufsichten wollen zu viel

Der Ansatz von EIOPA und ESRB (European Systemic Risk Board) im Hinblick auf den Solvency II Review würde die Möglichkeiten der europäischen Versicherungen, den von der EU-Kommission propagierten Green Deal mitzufinanzieren, erheblich schwächen und die Realisierung der Kapitalmarktunion gefährden.

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© Insurance Europe

Insurance Europe als Interessensverband der Assekuranz in der EU richtet gemeinsam mit anderen Verbänden (The Pan-European Insurance Forum, The CFO Forum, The CRO Forum, The Association of Mutual Insurers and Insurance Cooperatives in Europe) einen Brandbrief an die EU-Kommission betreffen der Vorstellungen, die die Aufsichten zum Solvency II Review entwickeln. Dabei könnte dieser Review, so man nur wollte, dazu führen, dass die Möglichkeiten der Versicherer, an der Finanzierung des Green Deals zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der EU führend mitzuwirken, ausgeschöpft werden.

Schwere Bedenken gegen Aufsichtspläne
Den beiden Aufsichten EIOPA und ERSB schwebt hingegen bei deren Herangehensweise an den Solvency II Review etwas anderes vor, meinen die Lobbyisten der Assekuranz. Deren Vorschläge würden nämlich das Gegenteil bewirken, eine unnötige Verringerung der Finanzierungsmöglichkeiten.

Sprengstoff
EIOPA arbeitet derzeit an ihrem Schlussbericht (Final Advice) an die EU-Kommission über den Review. EIOPA sage zwar, so steht es in dem offenen Brief zu lesen. man wolle ein ausbalanciertes Ergebnis, jedoch würde der gegenwärtige Vorschlag zu signifikant höheren Kapitalunterlegungen bei den Versicherern führen, wodurch deren Solvenzquoten speziell in Krisenzeiten deutlich stärker schwanken würden. Zudem würde die Umsetzung dieser Vorschläge die Versicherer zu einem stärker prozyklischen Handel veranlassen.  

ESRB-Vorschläge münden wohl in zusätzlichen Belastungen
Gleichzeitig macht das ESRB Vorschläge für makroprudentielle Tools und Kennzahlen, die der Versicherungsbranche unnötige zusätzliche Kapital- und operationale Bürden auflastet. Dadurch werde es für die Assekuranz schwieriger, Langfristinvestments zu realisieren, die aber nötig seien, um Europas Wirtschaftserholung und dessen Rückkehr auf einen Wachstumspfad zu unterstützen, monieren die Verbände. 

Alternativ-Vorschlag
Stattdessen schlägt Insurance Europe vor, der Solvency II Review solle sich auf eine Verbesserung der gegenwärtig vorhandenen Instrumente fokussieren, um das langfristige Geschäftsmodell der Branche wiederzuspiegeln, künstliche Volatilität abzuschwächen und unnötige operationale Bürden abzubauen. Das würde dazubeitragen, unnötige Kosten zu verringern, die zu Lasten der Versicherten gingen. Gleichzeitig würde man die EU-Kommission bei der Erreichung der Ziele zur Finanzierung des Green Deals und dem Ausbau der Kapitalmarktunion unterstützen. (kb)

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