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Inflation könnte Kryptos pushen: ESMA-Chefin mahnt Rechtsrahmen an

Höhere Inflationsraten und die Sorge um ihre Kaufkraft könnten breitere Anlegerschichten dazu motivieren, in großem Stil in Kryptowährungen zu investieren und dadurch zusätzliche Risiken einzugehen. Daher hofft ESMA-Chefin Verena Ross auf einen baldigen, verlässlichen Rechtsrahmen.

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© Eisenhans / stock.adobe.com

Die rasant steigende Inflation könnte Kleinanleger nach Ansicht von Europas oberster Wertpapieraufsichtsbehörde in riskante Krypto-Investments treiben. Deshalb sei ein EU-weiter Rechtsrahmen für die Branche nötig, erklärte die Chefin der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsicht ESMA, Verena Ross. Sie warte “mit großer Ungeduld” darauf, dass der Gesetzentwurf der Europäischen Union für die Regulierung des Bereichs fertiggestellt werde, sagte Ross diese Woche in einem Bloomberg-Interview. “Bei steigender Inflation werden die Investoren nach Anlagen suchen, die die Inflation ausgleichen und höhere Renditen erzielen können”, führte sie aus. Dies könnte zu höherer Risikobereitschaft führen. Die ESMA verfolge die Entwicklung genau.

Starke Kursverluste
Wie volatil der Kryptomarkt sein kann, wird von den jüngsten Preiseinbußen belegt. Bitcoin notierte zuletzt etwa 57 Prozent unter dem Hoch vom November. Die zweitgrößte Digitalwährung, Ether, hat etwa 63 Prozent nachgegeben. Für Panik am Markt hatte Anfang des Monats der Zusammenbruch der als Stablecoin konzipierten Kryptowährung gesorgt, deren Dollar-Bindung kollabierte. 

Unterschiedliche Regulierungen
Bislang stützen die nationalen Regulierungsbehörden in der Europäischen Union ihre Krypto-Entscheidungen auf lokale Gesetze, wobei die einzelnen Länder unterschiedliche Ansätze verfolgen. Binance Holdings, die nach Handelsvolumen weltgrößte Kryptobörse, erhielt Anfang dieses Monats in Frankreich die Zulassung. Binance steht nach Angaben von Firmenchef Changpeng Zhao auch in Verhandlungen mit der deutschen Bafin. 

“Es gibt derzeit keinen EU-Rechtsrahmen für diese Art von Unternehmen und daher besteht derzeit ein Ungleichgewicht in der Art und Weise, wie die nationalen Aufsichtsbehörden mit diesen Unternehmen umgehen und wie sie sie beurteilen”, sagte Ross. “Ein gemeinsamer Rechtsrahmen wird hier helfen.”

“Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA)“
Der Rahmenentwurf “Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA)“ wurde erstmals im September 2020 vorgeschlagen, um die Kryptoregulierung in der EU zu standardisieren. Es wird derzeit vom Europäischen Parlament und vom Rat geprüft. Ross sagte, sie hoffe, dass der Prozess in den kommenden Monaten abgeschlossen und das Gesetz 2023 oder 2024 in Kraft treten werde.

Verschiedene Ansichten
EZB-Präsidentin Christine Lagarde äußerte letzte Woche die Ansicht, Krypto sei „nichts wert.“ Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau erklärte am Montag, es sei eine “Illusion” gewesen, sich von Digitalwährungen hohe Renditen bei geringem Risiko zu versprechen.

Binance unterstützt ein „stabiles regulatorisches Umfeld“, wie ein Sprecher sagte. „Ein einheitlicher Satz von Vorschriften, die in ganz Europa umgesetzt werden, wäre für alle von Vorteil, und MiCA hat das Potenzial, eine Grundlage dafür zu schaffen, Europa an der Spitze dieser neuen Branche zu etablieren.“ (aa)

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