Logo von Institutional Money
| Regulierung

Generative KI: Mehr Modelle, dennoch Gefahren für den Wettbewerb

Der Markt für generative Künstliche Intelligenz entwickelt sich schnell. Doch die Rechtsdurchsetzung hinkt hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt das Centrum für Europäische Politik (cep) und fordert eine aufmerksamere und entschlossenere Anwendung der Wettbewerbsregeln auf den KI-Markt.

Einer der beiden Studienautoren ist Anselm Küsters.
Einer der beiden Studienautoren ist Anselm Küsters.© cep

Die gute Nachricht: Der globale Wettbewerb zwischen KI-Modellen hat sich seit 2024 deutlich intensiviert. Ein „Winner-Takes-Most“-Markt ist bislang ausgeblieben. Unterschiedliche Modellarchitekturen konkurrieren miteinander, auch durch Open-Source-Ansätze, weiß man beim ordoliberalen Thinktank, dem Centrum für Europäische Politik (cep), zu berichten.

Der Wettbewerb auf der Modellebene funktioniert
Dies erklärt cep-Digitalexperte Anselm Küsters, der die Studie gemeinsam mit dem cep-Ökonomen Matthias Kullas verfasst hat. „Aber auf anderen Ebenen der Wertschöpfungskette beobachten wir weiterhin Konzentration und Abschottungstendenzen.“

Zugang zu ausreichend Rechenleistung bleibt kritisch für den Marktzugang
Dieser Zugang wird zunehmend durch einen Energie-Bottleneck verschärft. Wer heute keinen Zugang zu Strom, Netzen und ausreichend Energie sichern kann, fällt im Wettbewerb zurück. Auch auf den nachgelagerten Märkten für KI-Dienste nehmen die Risiken zu. Die Integration generativer KI in Plattformen und der Einsatz von KI-Agenten-Systemen erhöhen Abhängigkeiten und Wechselkosten.

Ein Kernproblem liegt auch auf institutioneller Ebene
„Kartellrechtliche Verfahren sind für exponentielle Technologien zu langsam“, warnt Matthias Kullas. „Wenn Entscheidungen erst nach Jahren fallen, greifen sie zu spät.“ Das cep fordert, die bestehenden Instrumente im Lauf des Jahres 2026 schneller und konsequenter auf den KI-Markt anzuwenden, um eine dauerhafte Verfestigung von Markt- und Abhängigkeitsstrukturen zu verhindern. (kb)


Wie halten es Profianleger mit Künstlicher Intelligenz?
In unserer neuesten Umfrage wollen wir wissen, wie oft Sie als Profianleger KI in ihrem Arbeitsalltag einsetzen. Die genaue Fragestellung und die vier Antwortmöglichkeiten finden Sie auf der Startseite dieses Web-Portals - oder Sie kommen über diesen Direktlink zu Umfrage. Einfach HIER klicken. Die Umfrage benötigt nur einen Klick!

Dieses Seite teilen