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Feri: Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage fordert Aktuare stärker

Aktuare werden zusätzlich stärker gefordert sein, was ESG in der Kapitalanlage anbelangt. Dass sich die Anforderungen an diese Spezialisten ändern werden, sollte laut Feri aber von diesen als Chance und nicht als Bedrohung verstanden werden.

Feri Trust-Geschäftsführer Marcus Burkert
Marcus Burkert, Feri Trust
© Feri

Aktuare müssen sich auf neue Herausforderungen einstellen. Steigende Anforderungen an die Einführung und Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien stellen Unternehmen, Versicherungen und Versorgungseinrichtungen vor enorme Herausforderungen. Auch die Arbeit der Aktuare wird sich dadurch ändern, da sie in den Unternehmen aufgrund ihres spezifischen Fachwissens häufig die Verantwortung für das Risikomanagement tragen. „Die Kapitalanlage war für Aktuare bislang eher ein Randthema. Das ändert sich. Es werden sich klare Regeln für nachhaltige Investments etablieren. Dies sollte als Chance und nicht als Bedrohung verstanden werden“, sagte Marcus Burkert, Geschäftsführer Feri Trust, im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik e.V., die in diesem Jahr erstmals aus gegebenem Anlass als virtuelle Veranstaltung stattfand.

ESG erweitert Dreieck der Geldanlage
Nachhaltige Geldanlagen erweitern die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungsaspekte. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat dazu Ende 2019 ein Merkblatt veröffentlicht, in dem die Finanzbranche dazu aufgefordert wird, Nachhaltigkeitsaspekte in der Risikobetrachtung zu integrieren. „Die verschärften Anforderungen führen dazu, dass Aktuare das Thema Nachhaltigkeit auch in der Berechnung von Renditeerwartungen berücksichtigen müssen. Das wird massive Auswirkungen auf alle Bereiche der Kapitalanlage haben“, mahnte Burkert.

Unterstützung angeboten
Bis einheitliche und praktikable Branchenstandards vorliegen, werde jedoch noch einige Zeit vergehen. Die Deutsche Aktuarvereinigung unterstützt daher ihre Mitglieder, die ihre Risikomanagement-Prozesse im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien jetzt neu bewerten und passende Lösungen entwickeln müssen, durch geeignete Handreichungen und Berichte. „Das Thema Nachhaltigkeit ist gekommen, um zu bleiben. Es wird sich weiter entwickeln und auf Kapitalanlage, Produktentwicklung und Marketing ausstrahlen“, so Burkert.

Praktische Umsetzung bedarf Expertise
Um Nachhaltigkeit in den Kapitalanlageprozess zu integrieren, sollten sich die Unternehmen Gedanken über eine sinnvolle Definition des Themas machen und Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln, die zu ihnen passen. Feri arbeitet hierzu - wie die Gesellschaft in eigener Sache informiert - an Lösungen, die es ermöglichen, die Gesamtstruktur komplexer Investmentportfolien mit Blick auf die verschärften Anforderungen zu optimieren.

Während es bei Aktien und auch bei Immobilien- oder Infrastrukturinvestments bereits praktikable Ansätze zur Bestimmung von Nachhaltigkeit gibt, sei laut Feri die Umsetzung etwa im Bereich Private Equity und anderer Alternativer Investments weitaus schwieriger. (aa)

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