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Fed: Bis 2023 wird keine Zinserhöhung erwartet

Die US-Notenbank Fed lässt ihre Geldpolitik unverändert. Die neue geldpolitische Strategie schlägt sich derweil in der Kommunikation nieder.

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Fed-Präsident Jerome Powell im Masken-Look
© Tasos Katopodis / Bloomberg

Die US-Währungshüter rammen weitere Pflöcke ihrer neuen geldpolitischen Strategie ein. Den deutlich veränderten Text in der Medienmitteilung sieht Powell als «starke Forward Guidance». Die Währungshüter werden demnach den Leitzins nicht antasten, ehe die Inflationsrate nachhaltig über zwei Prozent liegt und Vollbeschäftigung herrscht. Das ist eine klare Ansage und macht deutlich: Zinsen sind vorerst abgeschafft.

"Mit Spannung wurden auch die neuen Projektionen der Mitglieder des Fed-Offenmarktausschusses erwartet. Der Wachstumseinbruch für das Jahr 2020 fällt demnach weit weniger dramatisch aus. Neu steht laut den Fed-Offiziellen für das laufende Jahr ein Wachstumseinbruch auf Basis Bruttoinlandprodukt (BIP) von 3,7 Prozent zu Buche anstatt des noch im Juni erwarteten Rückgangs von 6,5 Prozent. Dagegen fällt der BIP-Zuwachs im kommenden Jahr in der Median-Schätzung mit 4,0 Prozent weniger stark aus als die zuletzt angenommenen 50 Prozent", analysiert Dr. Thomas Gitzel (Bild links), Chefvolkswirt der VP Bank Gruppe.

Der Schlüsselzins bleibt gemäß den Fed-Projektionen derweil mindestens bis zum Jahr 2023 unangetastet. Der auf Sicht der kommenden Jahr erwartete unveränderte Schlüsselzins reflektiert bereits das neue Inflationsziel der Fed. Generell ist die Frage: Wie will die Fed überhaupt zu Inflationsraten von über zwei Prozent kommen?

Gitzel dazu: "Die geldpolitischen Scheunentore der Fed bleiben über die nächsten Jahre hinweg weit offen. Die Marschroute lautet: Zinserhöhungen gibt es vorerst keine. Erst wenn die Inflationsraten nachhaltig über der Marke von zwei Prozent zu liegen kommen, wird man in Washington gewillt sein zu handeln. Vorerst wird die US-Arbeitslosenquote hoch bleiben und den Lohnauftrieb dämpfen. Ohne steigende Löhne wird es aber zu keinem Anstieg der Teuerung kommen. Inflationsraten von nachhaltig über zwei Prozent bleiben vorerst mehr Wunsch als Wirklichkeit, egal wieviel Geld die Fed auf den Markt wirft." (kb)

 

 

 

 

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