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EZB zweifelt an der Logik eines Deutsche-Bank-Commerzbank-Deals

Die europäischen Top-Aufsichtsbehörden sind sehr skeptisch was die Frage angeht, ob eine Kombination der Deutschen Bank mit der Commerzbank die beiden Kreditgeber auf eine sicherere Grundlage stellen würde, lassen Informanten Bloomberg wissen.

EZB-Zentrale in Frankfurt am Main
Die EZB wäre durch einen Fusion Deutsche Bank-Commerzbank extrem gefordert.
© Martin Muniz / stock.adobe.com

Mehrere Mitglieder des Aufsichtsgremiums der EZB sollen bei den letzten Zusammenkünften die Logik einer Fusion in Frage gestellt haben. Die Offiziellen befürchten, dass die Glaubwürdigkeit der EZB einen schweren Schlag erleiden würde, wenn sie einem Deal zustimmen und die fusionierte Bank dann in Schwierigkeiten gerät, sagten die Informanten.

Widerstand gegen den Deal formiert sich
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, und Commerzbank-Chef Martin Zielke haben im vergangenen Monat mit einer formellen Diskussion über eine Übernahme begonnen, nachdem ihre separaten Turnaround-Pläne die Anleger nicht überzeugen konnten. Zwar stehen die Banken mit den Aufsichtsbehörden in Kontakt, haben bislang jedoch noch keinen formellen Plan eingereicht, den die EZB prüfen könnte, berichteten die informierten Personen. Der Widerstand gegen einen Deal hat sowohl innerhalb der Bank als auch im gesamten politischen Spektrum zugenommen.

Kann das kombinierte Geschäftsmodell überzeugen?
Ob die Banken für den Deal neues Kapital einsammeln müssen, hängt den Informationen zufolge von der Struktur der Vereinbarung ab. Ein anderer Offizieller sagte jedoch, dass selbst wenn sie das Kapital erhöhen, dies nicht ausreichen würde, um die Regulierungsbehörden umzustimmen, wenn sie das Geschäftsmodell nicht für überzeugend halten.

Bankenaufsicht in der EZB wäre erstmals wirklich gefordert
Ein Deal wäre der bisher größte Test für den Aufsichtsarm der EZB, seit er vor weniger als fünf Jahren mit der Überwachung von Kreditgebern begonnen hat. Die Forderungen nach einer Konsolidierung der Banken in der Region haben in den letzten Jahren zugenommen, da die Institute angesichts der Negativzinsen nicht mit den Konkurrenten der Wall Street mithalten können. Zudem macht der fragmentierte Markt grenzüberschreitende Geschäfte schwierig.

Als Aufsichtsbehörde muss die EZB eine neutrale Haltung einnehmen und jedes von den Banken vorgeschlagene Projekt rein technisch bewerten. Sein Aufsichtsrat setzt sich aus Vertretern nationaler Regulierungsbehörden sowie EZB-Offiziellen zusammen. Ihre Ansichten sind wichtig, da Bankfusionen im Allgemeinen der Zustimmung der EZB bedürfen.

Wie firm ist die neue Aufsicht tatsächlich?
Die Vorsicht der Aufsicht spiegelt zum Teil die Meinungsverschiedenheit wider, ob Banken nicht länger "too big to fail" sind, so die Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Deutsche Offizielle haben versichert, dass die nach der Finanzkrise von 2008 eingeführte Aufsicht das Problem ausreichend angehe. Ihre Kollegen in anderen Ländern befürchten, dass die Sicherheitsvorkehrungen in der Praxis noch nicht vollständig funktionieren, sagten die Personen.

Nummer vier in Europa könnte entstehen
Eine Deutsche-Bank-Commerzbank wäre zusammen mit einem Vermögen von rund 1,8 Billionen Euro der viertgrößte Kreditgeber in Europa. HSBC Holdings in Großbritannien, die französische BNP Paribas und die Credit Agricole Group wären größer. (kb)

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