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EZB wird zum Jahresende wohl einen drauflegen

Die Europäische Zentralbank lässt ihre Geldpolitik - noch - unverändert. Im Dezember werden aber die bestehenden Anleihen-Kaufprogramme ausgeweitet, ist sich Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe, sicher.

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© Tobias Arhelger / stock.adobe.com

Es kam wie erwartet. Die EZB lässt ihre Geldpolitik unverändert, doch im Fokus stehen die mit der zweiten Corona-Welle einhergehenden wirtschaftlichen Risiken. Die Währungshüter sehen nach der beeindruckenden wirtschaftlichen Erholung im dritten Quartal erneut dunkle Wolken aufziehen. Zum Jahresende wird es deshalb weitere geldpolitische Aktionen geben.

Im Dezember werden auf Basis der aktualisierten Wachstums- und Inflationsprojektionen die geldpolitischen Maßnahmen ausgeweitet. Laut EZB-Chefin Christine Lagarde stehen alle Instrumente hinsichtlich einer Anpassung auf den Prüfstand. Vermutlich werden sämtliche Kaufprogramme aufgestockt. Bis dahin wird die EZB allerdings die Hände nicht in den Schoß  legen. Ein Vorziehen der Anleihekäufe innerhalb des PEPP ist sehr wahrscheinlich. Damit kann das monatliche Kaufvolumen zwischenzeitlich hochgefahren werden.

Die EZB erhöht im neuen Jahr ihre geldpolitische Feuerkraft
Die zweite Corona-Welle wird deutliche Wachstumsschäden in den Wintermonaten hinterlassen. Die europäischen Währungshüter versuchen, negative Auswirkungen zu mildern. Dazu gehört vor allem das Risiko, dass steigende Bonitätsrisiken in den südeuropäischen Ländern auf die Staatsanleihenmärkte überspringen. Der EZB-Schutzschirm ist weiterhin eine der wichtigsten Stützen im Kampf gegen die Corona-Krise.

Analyse
Dr. Thomas Gitzel (Bild links), Chefökonom der VP Bank Gruppe, stellt fest: "Die Freude über die weiteren geldpolitischen Maßnahmen hält sich an den Finanzmärkten derweil in Grenzen. Die von der EZB betonten wirtschaftlichen Risiken könnten dabei eine Rolle spielen. Eine weitere Interpretation wäre: Wenn die EZB im Dezember nochmals zu einem Rundumschlag ausholt, muss es richtig brennen. Fakt ist, dass die Ausweitung der Anleihekäufe eine größere Krise in den südlichen Eurozone-Staaten verhindert." Das sei allemal eine gute Nachricht, so der Chefvolkswirt. (kb)

 

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