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EZB richtet geldpolitische Geschäfte stärker an Klimaschutz aus

Die Europäische Zentralbank wird ihre Bestände an Unternehmensanleihen künftig in Richtung von Emittenten gewichten, die in Hinblick auf den Klimaschutz eine bessere Performance zeigen.

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© Funtap / stock.adobe.com

Bei der Wiederanlage der in den kommenden Jahren erwarteten umfangreichen Tilgungen setzt die EZB dabei auf eine Verschiebung hin zu Emittenten mit einer besseren Klimaleistung, wie die Notenbank am Montag mitgeteilt hat. Die EZB plant damit den bisher bedeutendsten Schritt zur Einbeziehung von Umweltbelangen in die Geldpolitik.

“Eine bessere Klimaleistung wird anhand von niedrigeren Treibhausgasemissionen, ehrgeizigeren Zielen für die CO2-Reduktion und besseren klimabezogenen Offenlegungen gemessen”, erklärte die EZB. Der Weltklimarat der Vereinten Nationen schätzt, dass der Planet auf einen Temperaturanstieg zusteuert, der doppelt so hoch sein könnte wie der im Pariser Klimaabkommen festgelegte Grenzwert.

Debatte über Einbeziehung von Kllimazielen
Gleichzeitig gibt es eine Debatte darüber, inwieweit es angemessen ist, die Geldpolitik umzustellen, um gegen den Klimawandel zu kämpfen. In ihrer Erklärung sagt die EZB, dass “das Volumen der Ankäufe von Unternehmensanleihen weiterhin ausschließlich von geldpolitischen Überlegungen und ihrer Rolle bei der Erreichung des Inflationsziels der EZB bestimmt” werde.

Bei der Neuausrichtung des Firmenbond-Portfolios will die EZB schrittweise vorgehen
“Wir wollen all diesen Unternehmen einen Anreiz geben, umweltfreundlicher zu werden und somit sicherstellen, dass sie im Zeitverlauf auch Teil dieser Portfolios bleiben”, erklärte EZB-Direktorin Isabel Schnabel am Montag vor Journalisten. Die Erwägungen zum Klimawandel dürften dabei den “geldpolitischen Erfordernissen nicht im Wege” stehen”. Es gebe diesbezüglich eine “klare Hierarchie”.

Klimabezogene Neuausrichtung der geldpolitischen Geschäfte der EZB in Kurzform
Maßnahmen sollen ab Oktober Anwendung finden. Weitere Einzelheiten will die Notenbank “kurz vor diesem Zeitpunkt” geben. Ab dem ersten Quartal 2023 wird die EZB regelmäßig klimabezogene Informationen zu den Beständen an Unternehmensanleihen veröffentlichen
- Eurosystem wird den Anteil der von Unternehmen mit hohem CO2-Fußabdruck ausgegebenen Vermögenswerte begrenzen, die von einzelnen Geschäftspartnern für beim Eurosystem aufgenommene Kredite als Sicherheiten hinterlegt werden können
- Ab diesem Jahr werden Klimarisiken bei der Prüfung von Bewertungsabschlägen für als Sicherheiten verwendete Unternehmensanleihen berücksichtigt
- Ratingagenturen werden aufgefordert, transparenter darzulegen, wie sie Klimarisiken in ihre Ratings einbeziehen

(kb)

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