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EZB könnte ihr Notfall-Anleiheprogramm um zwölf Monate verlängern

Die Europäische Zentralbank überlegt, ihr Pandemie-Anleihekaufprogramm um ein Jahr zu verlängern. Ein solcher Schritt könnte aber auch vom Markt negativ interpretiert werden, warnen Experten.

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© Alex Kraus / Bloomberg

Die geldpolitischen Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank würden bei ihrer Ratssitzung nächste Woche wahrscheinlich zustimmen, ihr Pandemie-Anleihekaufprogramm um ein ganzes Jahr bis Mitte 2022 zu verlängern. Das erfuhr Bloomberg von mit den Überlegungen vertrauten Personen.

Wie zu hören ist, würden mehrere Ratsmitglieder eine Verlängerung um zwölf Monate mit unterstützen, selbst wenn sie persönlich eine Ausweitung um sechs Monate bevorzugten.

Erwartungen des Markts
Ein solcher Schritt würde die Erwartungen der Ökonomen übertreffen. Von Bloomberg befragte Volkswirte prognostizieren, dass die Krisenmaßnahmen der EZB - mit denen die Finanzierungskosten während der Pandemie niedrig gehalten werden sollen - um sechs Monate bis Ende 2021 verlängert und um 500 Milliarden Euro aufgestockt werden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürfte es schwerfallen, im 25-köpfigen Rat ein einstimmiges Votum zu erzielen, verlautete aus den Kreisen. Schließlich seien einige Notenbanker besorgt, dass eine Verlängerung bis weit in das Jahr 2022 hinein ungerechtfertigte Annahmen über die Wirtschaftslage nach der Pandemie suggeriere.

Eine Notenbank hat nach Angaben einer Person daher eine zwölfmonatige Verlängerung mit der Option vorgeschlagen, wieder zu reduzieren, wenn die Erholung stärker als erwartet ausfallen sollte. Der EZB-Rat gibt seine Entscheidung am 10. Dezember bekannt. (aa)

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