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EZB kleckert nicht: PEPP-Ankaufprogramm um 600 Milliarden Euro erhöht

Der wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, Jan Pieter Krahnen, sieht in der aktuellen geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) eine starke Akzentsetzung im Vergleich zu den bisher auf nationaler Ebene geschnürten Corona-Krisenpaketen.

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Der wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, Prof. Jan Pieter Krahnen, sagt: "Mit dieser Enstcheidung hat die EZB die Marktewartungen sogar übertroffen."
© SAFE

Der EZB-Rat hat sich dazu entschieden, das Volumen des im März 2020 aufgelegten „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (PEPP) zur Eindämmung der Corona-Krise in der Eurozone um weitere 600 Milliarden Euro auf insgesamt 1,35 Billionen Euro zu erhöhen. Zudem soll das Wertpapierkaufprorgamm mindestens bis Ende Juni 2021 laufen. 

Was SAFE-Direktor Jan Krahnen dazu sagt
„Die Entscheidung der EZB, das PEPP aufzustocken, übertrifft die Markterwartungen und setzt einen starken Akzent, ähnlich wie es bereits die deutsche und die französische Regierung sowie die EU-Kommission mit ihren eigenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise getan haben. Bedeutsam an der EZB-Entscheidung ist auch die Betonung der flexiblen Umsetzung, was darauf schließen lässt, dass die Wertpapierkäufe keinem festen nationalen Schlüssel folgen und zugleich Unternehmenswerte mit berücksichtigen. Inwieweit damit allerdings Finanzstabilitätsaspekten Rechnung getragen wird, wird sich erst aus den Details der praktischen Umsetzung des PEPP ergeben.“

Vor der Kurve
Ähnlich wie Krahnen sieht die EZB-Entscheidung auch George Buckley, Europa-Chefvolkswirt von Nomura: "Mit der heutigen Entscheidung zur Ausweitung des PEPP-Kaufprogramms und zu den Reinvestitionen von Fälligkeiten hat sich die EZB vor die Kurve begeben“, kommentiert er die Entscheidung des EZB-Rats. ie EZB habe eine bewusste Entscheidung gefällt, die Markterwartungen zu übertreffen. (kb)

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