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EZB fragt bei Banken nach wegen Risiken der verschärften Energiekrise

Die Europäische Zentralbank intensiviert wegen der sich verschärfenden Energiekrise Gespräche mit dem Bankensektor über dessen Vorbereitungen auf einen Anstieg der Unternehmensausfälle und einen Liquiditätsengpass im Energiesektor. Das berichten Blomberg-Informanten.

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Bafin-Chef Mark Branson
© Maurice Kohl

Die Aufsichtsabteilung der EZB forderte die Kreditinstitute im August auf, die Auswirkungen eines kompletten Stopps der russischen Gaslieferungen zu analysieren. Die Banken sollen ihre Erkenntnisse bis Mitte September abliefern und bis Ende des Monats mit den EZB-Aufsehern besprechen. Mittlerweile hat Moskau die Ostseepipeline Nord Stream tatsächlich auf unbestimmte Zeit abgedreht.

Wird ausreichend Vorsorge in der Bilanz getroffen?
Die Aufseher drängen bei den Banken auf ausreichende Rückstellungen für Kreditausfälle, und zwar sowohl bei stark Russland-exponierten Unternehmen als auch bei nur indirekt betroffenen Firmen. Die Institute müssen nachweisen, dass sie in der Lage sind, Stresstests durchzuführen und dass sie ihre wirtschaftlichen Annahmen ständig auf den neuesten Stand bringen, so die Informanten weiter.

Energiederivate-Exposure, Klumpenrisiken
Andere Bereiche, die Anlass zur Sorge geben, sind Energiederivate und Klumpenrisiken bei Energie-Händlern, wobei in diesen Bereichen nur wenige Banken aktiv sind. In dem Schreiben werden die Institute auch aufgefordert, detailliert darzulegen, wie ihre Analyse in ihre Unternehmensplanung eingeflossen ist und welche Erst- und Zweitrundeneffekte ein Gaslieferstopp hätte.

Dividendenpolitik in Gefahr?
Die Prüfungen könnten Einfluss auf die Pläne der Banken haben, ihre Aktionäre mit großzügigeren Ausschüttungen zu bedenken. In Krisenzeiten drängt die Aufsicht traditionell auf vorsichtige Kapitalplanung.

Alarmierte Aufseher
Andrea Enria, der Präsident des Aufsichtsgremiums der EZB, hatte Anfang des Jahres betont, dass Banken in ihrer Kapitalplanung “ausreichend konservative und aktualisierte negative makroökonomische Szenarien berücksichtigen” sollten. Bafin-Chef Mark Branson, stieß diese Woche ins selbe Horn. “In diesen sehr dynamischen Zeiten, in denen man nicht genau weiß, wo die Risiken liegen und sich die Situation von Woche zu Woche ändert, braucht man ein erstklassiges Risikomanagement”, sagte er beim Bankengipfel des Handelsblatts. “Aber die Banken brauchen auch gut gefüllte Kapital- und Liquiditätspolster und einen umsichtigen Umgang” damit.

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