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Europa 2022: Atomkraft ist ESG-konform, Bitcoin soll verboten werden

Aktuell wird in Brüssel ein Papier diskutiert, in dem die Grundlage für einen faktischen Bann von Bitcoin in der EU gelegt wird. So werden Kryptowerte zu Anfang des Papiers in „sustainable“ und „unsustainable“ eingestuft. Der hohe Stromverbrauch beim Schürfen ist der EU ein Dorn im Auge.

Sven Hildebrandt
Dr. Sven Hildebrandt, Geschäftsführer der DLC Distributed Ledger Consulting GmbH, ist alarmiert.
© DLC Distributed Ledger Consulting

Auf Seite 92 des Papierst, in dem die Grundlage für einen faktischen Bann von Bitcoin in der EU gelegt wird, steht geschrieben, dass die durch denselben Regulierungsvorschlag eingeführten „crypto-asset service provider“ ab dem 1. Januar 2025 keine Kryptowerte mit „environmentally unsustainable consensus mechanisms“ mehr prozessieren/verwahren sollen dürfen. Da davon auszugehen ist, dass der Konsensmechanismus von Bitcoin als „unsustainable“ eingestuft werden wird, käme dies einem faktischen Verbot von Bitcoin in der EU gleich. 

Warum ist diese Entwicklung so ungeheuerlich?
Weil es bei Bitcoin um mehr als ein Asset geht. Es geht darum, den Menschen den Zugang zu einer Werteinheit zu verwehren, die – im Gegensatz zu allen Fiatwährungen –  nicht politisch willkürlich manipulierbar ist. Zwar ist es wenig überraschend, dass sich die Staaten die Lizenz zum Gelddrucken nicht kampflos aus der Hand nehmen lassen – und auch die Taktik, den zweifelsohne hohen Stromverbrauch von Bitcoin als Angriffsvektor zu nutzen, war vorhersehbar. Nahezu zeitgleich Atomkraft unter gewissen Prämissen als ESG-konform einzustufen, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Skurrilität.

Skurrilität, die sich gegen die junge Generation richtet
Dr. Sven Hildebrandt, Geschäftsführer der DLC Distributed Ledger Consulting GmbH, kommentiert: „Das von den EU-Politikern angeschobene Bitcoin-Verbot besorgt mich insbesondere mit Blick auf die jüngeren Generationen und deren Verhältnis zur Europäischen Union. Denn es sind vor allem die jungen Leistungsträger, die sich nach einer wirklichen Trennung von Geld und Staat sehnen – das zeigen die Statistiken rund um Investments wie Bitcoin und andere Kryptowerte deutlich. Junge Menschen vertrauen ihr Geld lieber einem regelbasierten und somit berechenbaren Computercode an, als sich auf die Versprechungen der Politik zu verlassen. Eine Ableitung, die ich bei insgesamt knapp 200 Regelverstößen zur Einhaltung der Geldwertstabilität seit Gründung der EU durchaus nachvollziehbar empfinde.“

Nachhaltigkeit als Bitcoin-Killer?
Es bleibt zu hoffen, dass Politiker, die sich vielleicht aus Unwissenheit mit durchaus ehrenwerten Beweggründen für ein solches Gesetz eingesetzt haben, noch einmal innehalten und reflektieren, welchen immensen Schaden sie mit dieser Entscheidung der Generation ihrer Kinder und Enkelkinder zufügen würden. (kb)

 

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