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EU-Taxonomie unterminiert ESG-Bemühung in Covered Bonds-Subsektor

Laut einer Studie der Helaba Volkswirtschaft/Research-Abteilung sollten nachhaltige Covered Bonds auch 2021 auf ein günstiges Investment-Klima treffen. Im Sub-Sektor Immobilien könnten sich die ambitionierten Vorgaben der aktuellen EU-Taxonomie aber als kontraproduktiv herausstellen.

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ESG im Bereich Covered Bonds weist zwar – so wie überall sonst auch – Wachstumstendenzen aus, gerade im Subsektor Immobilien könnten dem Markt neue Taxonomien Schwierigkeiten bereiten. Wie der Drahtseilakt zwischen Regulatorik und Markt aussieht, und welche Prognosen zu letzterem im Raum stehen, haben wir in der hier angeführten Bildgalerie zusammengefasst.
© elnur / stock.adobe.com

Am Covered Bond-Markt herrschte laut einem aktuellen Bericht von Helaba "auch 2020 ein günstiges Klima für die Emission nachhaltiger Anleihen. Daran konnte auch die Corona-Krise nichts ändern." Seit der ersten Emission im Jahr 2014 platzierten demnach mittlerweile 30 Banken nachhaltige Covered Bonds. Dabei teilen sich die deutschen Pfandbriefbanken mit den norwegischen Emittenten mit derzeit jeweils fünf Emittenten den ersten Platz vor Frankreich auf Platz zwei. Insgesamt ist der Anteil von ESG-tauglichen Covered Bonds am gesamten Umlauf jedoch noch sehr gering. 

ESG-Bedeutung mit Bedeutungsgewinn
In diesem Zusammenhang hat das Segment der Social Covered Bonds hat durch die Covid-19-Krise an Bedeutung gewonnen. Von den zwölf Nachhaltigkeits-Emissionen im Jahresverlauf waren drei Covered Bonds mit sozialer Ausrichtung. Banken kommt bei der Finanzierung energieeffizienterer Gebäude bereits aktuell eine große Rolle zu. Das weitere Potenzial ist enorm. Der Anteil der Covered Bond-Emissionen mit nachhaltiger Ausrichtung wird gemäß unseren Erwartungen weiter steigen, vorausgesetzt, die künftigen EU-Kriterien für grüne Immobilien sind nicht nur zukunftsweisend und anspruchsvoll, sondern auch umsetzbar.

Grüne Immos unter Druck
Doch fraglich ist, ob es im wichtigen Wohnimmobilienbestand genug Anreize für eine breit angelegte energetische Sanierung gibt. Die Nachfrage nach entsprechenden Finanzierungen dürfte daher nur langsam zunehmen.  Das Finanzierungspotenzial grüner Immobilien könnte auch durch die vorgeschlagenen Kriterien im Rahmen der EU-Taxonomie eingeschränkt werden. Demnach sollen sich vor 2021 errichtete Immobilien nur dann qualifizieren, wenn sie in die höchste Energieeffizienzklasse „A“ fallen.

Wie sich das gegenwärtige Wachstum gestalten und wieso die EU-Taxonomie genau dieses Wachstum gefährdet haben wir im Rahmen einer Bildgalerie mit einschlägigem Datenmaterial zusammengefasst – bitte entweder oben ins Bild oder hier klicken. (hw)

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