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EU-Kommission bittet EBA um Rat bei "European Structured Notes"

Die Europäische Kommission hat die European Banking Authority (EBA) in einem sogenannten "Call for Advice" um beratende Unterstützung mit Blick auf das Marktpotential von European Structured Notes (ESN) gebeten.

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© Bloomberg

Im Rahmen des EBA-Reports sollte auch Auskunft über die Anwendbarkeit von „Best Practices“ aus dem Covered Bond-Markt in Bezug auf die ESN bezogen auf SME- und Infrastrukturfinanzierungen gegeben werden. Nach einem Aufschub um zwei Monate steht der EBA-Bericht nunmehr zum 30. Juni 2018 an.

Doppelter Regress bei Infrastrukturforderungen, nicht aber bei SME-Finanzierungen
Im Vorfeld des kürzlich in London abgehaltenen Public Hearings hat die EBA bereits Detailinformationen zum Report veröffentlicht. Der Präsentation mit einem Umfang von 22 Seiten ist unter anderem zu entnehmen, dass die europäischen Bankenregulierer einen "Dual Recourse Mechanism" - also ein doppelter Regress auf das Collateral und den Emittenten - für Infrastrukturforderungen als nicht adäquat ansehen.

Aber erhöhte Anforderungen an den SME-Pool
Mit Blick auf SME befürwortet die EBA hingegen die Einführung, empfiehlt aber umfangreiche Bedingungen. Zu nennen sind hier Vorgaben in Bezug auf die Granularität (Mindestanzahl von 500 Exposures im Pool), Konzentrationen (Anteil eines Schuldners von maximal zwei Prozent des Pools) und eine verpflichtende Mindestübersicherung von 30 Prozent.

Abgrenzung zu Covered Bonds-Regulierung, um Reputationsschäden zu vermeiden
In diesem Kontext ist nach Auffassung der Covered Bond-Experten der NordLB die Aussage der EBA hervorzuheben, dass eine Abgrenzung der SME ESN- bzw. Covered Bond-Frameworks sichergestellt wird – auch um potentielle Reputationsschäden vom Covered Bond-Segment abzuwenden. Der Hinweis der Regulatoren auf eine möglicherweise notwendige ganzheitliche Überprüfung in Bezug auf die Risikogewichtung, die Covered Bonds mit einschließt, kommt damit nach Auffassung der NordLB-Fachleute nicht überraschend. (kb)

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