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ESG: Hedgefonds unter Druck

Institutionelle Investoren bemängeln, dass Hedgefonds dazu neigen, ihre ESG-Daten nicht ausreichend zu kommunizieren. Damit riskiert die Branche, wichtige Anteile an einem Multi-Billionen-Dollar-Geschäft zu verlieren. Doch auch andere Asset Manager haben mit ESG so ihre Probleme.

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Laut einer Umfrage von BFinance kritisiert die überwiegende Mehrheit der institutionellen Investoren die ESG-Politik von Hedge Fonds.
© Jon Anders Wiken / stock.adobe.com

Aufgrund von Sorgen um mangelnde ESG Daten, ist das Risiko, einen wesentlichen Teil ihrer Investmentkunden zu verlieren, für viele Hedgefondsmanager deutlich gestiegen. Einer Studie von BFinance zufolge sind nur sieben Prozent von Investoren der Überzeugung, dass die vorhandenen Anbieter ESG spürbar in ihrer Investmentstrategie integrieren.

Regulatorische Zwänge
Die klare Nachricht der institutionellen Investoren an die auf sie angewiesenen Hedgefonds lautet nun: Die Industrie muss beweisen, dass sie zuverlässige und akkurate ESG Daten liefern kann. Werde dies nicht umgesetzt, werden Hedgefonds in Zukunft auf einen wichtigen Teil ihrer Anleger verzichten müssen – das nicht zuletzt schon aus regulatorischen Gründen. Produkte und Strategien könnten bei mangelnder ESG-Dokumentation schlicht uninvestierbar werden. Dieser Meinung ist auch Matti Leppala, Generalsekretär bei Pensions Europa, der rund fünf Billionen Dollar an Assets betreut. Ihm zufolge besteht der Fehler der Hedgefonds darin, dass sie im Vergleich zu anderen Asset Managern die Datenberichterstattung um ESG spürbar vernachlässigt haben.

Troubleshooting
Bloomberg zufolge sei es nun essentiell, diese Fehler durch maximale Transparenz und erhöhte Bemühungen im ESG Bereich zu korrigieren. Hedgefonds können es sich nicht weiter erlauben, ESG als unwichtigen Nebenaspekt zu behandeln.

Wie viel für die Branche auf dem Spiel steht, wird durch eine von Bloomberg Intelligence verfasste Prognose hervorgehoben. Der Prognose zufolge wird der Marktwert für ESG Investments bis 2025, die 50 Billionen Dollar Marke überschreiten. 


Aufstieg Grüner Investments - Das globale Marktvolumen für ESG Produkte soll in den nächsten fünf Jahren die 50 Billionen Dollar-Marke überschreiten


Wenngleich Hedgefonds laut Leppala besonders hinterherhinken, sind diese nicht die einzigen Marktteilnehmer, die durch mangelnde Datenversorgung oder andere ESG- Probleme, relevante Teile ihres Geschäfts gefährden. So fiel zum Beispiel die DWS Group, Anfang August durch Greenwashing-Vorwürfe auf. Dem Unternehmen wird vorgeworfen ihre Leistungen im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung übertrieben zu haben.

Wer außerdem mit ESG Schwierigkeiten hat
Doch auch andere Asset Manager werden jüngst mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Viele der weltweit größten Unternehmen in dem Bereich haben immer noch erhebliche Schwierigkeiten dabei, ihre ESG Bemühungen überzeugend an Investoren zu verkaufen. 

Einem Report von Bloomberg zufolge, sind viele dieser Probleme eindeutig auf einen der drei Komponenten zurückzuführen: Dem S.

  • Eine Schwierigkeit den sozialen Aspekt seiner Investments überzeugend zu vertreten liegt darin das es über verschiedene Länder hinweg sehr unterschiedliche legislatorische Ansätze gibt.
  • Ein weiteres Problem liegt laut Rick Redding, Chief Executive der in New York basierten Firma Index Industry Association, dass es deutlich weniger messbare Daten gäbe weswegen es schwer sei Investmentstrategien überzeugend zu präsentieren. (tb)
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