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ESG-Daten: BVI fordert strengere Vorschriften

Nur wenige große Anbieter stellen die von Asset Managern dringend benötigten Daten zum Thema Nachhaltigkeit bereit. Preise und Vertragsbedingungen können sie diktieren. Das muss anders werden, findet der deutsche Fondsverband BVI und macht in einem Positionspapier konkrete Verbesserungsvorschläge.

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© Nuth / stock.adobe.com

Große Anbieter von Nachhaltigkeitsdaten, ESG-Research und -Indizes gewinnen immer mehr Marktmacht. Vertragsbedingungen und Preise können sie meist einseitig festlegen. Dies liegt zum einen an der Konzentration, die sich in den vergangenen Jahren in der Branche vollzogen hat. Zum anderen sind Kunden aus dem Finanzsektor auf ESG-Daten zunehmen angewiesen.

Angesichts der Bedeutung von Benchmark-Daten für funktionierende Finanzmärkte hält der deutsche Fondsverband BVI eine strengere Kostenkontrolle für unbedingt erforderlich. Die Forderung nach mehr Transparenz und regulatorischer Aufsicht in diesem Bereich stellt der Verband in seinem Positionspapier zu ESG-Ratings auf, mit dem der BVI sich an einer entsprechenden Konsultation der Europäischen Kommission beteiligt.

Weiter steigende Kosten
"Ein größerer Fondsmanager wendet jährlich zwischen 200.000 und 400.000 Euro für umfangreiche ESG-Datenpakete auf", heißt es in dem BVI-Papier. "Da die Menge der erforderlichen Daten angesichts der anstehenden Umsetzung der ESG-Offenlegungspflichten zunehmen wird, gehen wir von weiter steigenden Kosten aus", schreibt der Verband. Den zusätzlichen finanziellen Aufwand für die Beschaffung von Taxonomie-relevanten Daten schätzt der BVI auf 50.000 Euro pro Jahr. Eine solche Summe stelle insbesondere für kleine und mittlere Vermögensverwalter sowie für Asset Owner wie Pensionsfonds eine erhebliche Belastung dar.

Um sicherzustellen, dass Benchmark-Daten den Nutzern zu einem fairen Preis zur Verfügung gestellt werden, empfiehlt der Fondsverband in seinem Positionspapier unter anderem, Transparenz durch öffentliche Preislisten für alle Datenprodukte und -dienste zu schaffen.

Zudem könnten harmonisierte Vorlagen und eine Standardisierung der Definitionen von Schlüsselbegriffen und -konzepten, die in Lizenzdatenvereinbarungen verwendet werden, für mehr Klarheit sorgen. Darüber hinaus sollen Nutzer von Benchmark-Marktdaten nach Ansicht des BVI nur für Daten zahlen, an denen sie interessiert sind, und nicht gezwungen werden, zusätzliche Dienste zu kaufen. (am)

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