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Regulierung

Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Wie geht es 2020 weiter mit der Weltwirtschaft und was bedeutet der Führungswechsel an der EZB-Spitze für die europäische Geldpolitik? PIMCO-Chefökonom Joachim Fels erläutert im Video den Konjunkturausblick und die Schlussfolgerungen für die Asset-Allokation.

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Erfordert die Konjunkturlage jetzt wirklich eine QE-Wiederaufnahme?

Die Konjunktur ist nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot nicht schwach genug, um eine Wiederaufnahme der Bondkäufe zu rechtfertigen. Die geldpolitischen Entscheider der EZB sollten von einem derartigen Schritt absehen, es sei denn, die Konjunkturabschwächung im Euroraum verstärkt sich.

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EZB-Ratsmitglied Klaas Knot
© Jasper Juinen/Bloomberg / Bloomberg News

Der Gouverneur der niederländischen Notenbank sagte zwar, dass er offen sei für eine Zinssenkung. Aber seine Äußerungen gehen in die gleiche Richtung wie Kommentare seines deutschen Amtskollegen Jens Weidmann und signalisieren, dass EZB-Präsident Mario Draghi noch zu kämpfen haben wird, wenn er auf der EZB-Sitzung am 12. September ein stärkeres geldpolitisches Stimulus-Paket durchbringen will. Am Markt haben die Erwartungen zugenommen, dass er niedrigere Zinsen liefern und die quantitative Lockerung wieder aufnehmen wird.

Knot will Pulver noch trocken halten
“Wenn Deflationsrisiken wieder auf die Tagesordnung kommen, dann ist das Aktiva-Kaufprogramm meiner Meinung nach das angemessene Instrument, das aktiviert werden sollte. Aber es besteht bei meiner Interpretation des Inflationsausblicks derzeit kein Bedarf dafür”, sagte Knot am Donnerstag in Amsterdam. “Das Aktiva-Kauf-Programm nicht zu reaktivieren bedeutet auch, dass wir einen Teil unseres Pulvers trocken halten für tatsächliche zukünftige Eventualitäten.”

Welche Stimuli werden wohl kommen?
Draghi hatte nach der Sitzung im Juli die Investoren auf irgendeine Form von Stimulus eingestimmt. Der EZB-Chef sagte, dass die Konjunkturaussichten immer schlechter werden und hat EZB-Mitarbeiter beauftragt, sämtliche geldpolitische Optionen zu prüfen. Er ist sich durchaus bewusst, dass ein Ausbleiben eines großen Stimulus-Pakets zu einer Verschärfung an den Finanzmärkten führen könnte - was möglicherweise den Euro und die Anleiherenditen höher treiben könnte - und die bereits ausgedehnte Abschwächung verschlimmern könnte.

Marktteilnehmer erwarten Doppelstrategie
Während eine weitere Zinssenkung allgemein erwartet wird, prognostizieren einige Banken, darunter Goldman Sachs, Nomura, und ABN Amro auch eine neue QE-Runde. Société Générale sagte in dieser Woche, sie gehe davon aus, dass die EZB den Einlagensatz um 20 Basispunkte auf minus 0,6 Prozent senken und Anleihekäufe von monatlich 40 Milliarden Euro ankündigen werde. Der finnische Notenbankgouverneur Olli Rehn forderte in diesem Monat ein eindrucksvolles Paket, das die Erwartungen übertrifft.

Übertreibt der Markt in Bezug auf seine Erwartungen?
“Die Markterwartungen sind übertrieben”, sagte Knot. “Wenn Stimuli zum Schutz der Widerstandsfähigkeit der Inlandsnachfrage geboten sind, ist eine konventionelle geldpolitische Lockerung meines Erachtens das geeignete Instrument, das erwogen werden sollte - also eine Zinssenkung.” (kb)

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