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Einlagensicherung will Großbanken für Krise zur Kasse bitten

Die US-Einlagensicherung FDIC will zur Auffüllung des Einlagensicherungsfonds von den US-Großbanken höhere finanzielle Beiträge als von den kleineren Regionalbanken. Das sei der Wunsch der Politik.

© Lightboxx / stock.adobe.com

Die US-Einlagensicherung erwägt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, die Kosten der jüngsten Bankpleiten zu einem größeren Teil als üblich auf die größten Institute des Landes zu verteilen. Die Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) muss nach den Implosionen von Silicon Valley Bank und Signature Bank rund 23 Milliarden Dollar (21 Milliarden Euro) abdecken.

Politischer Druck

Um den 128 Milliarden Dollar schweren Einlagensicherungsfonds zu stützen, wurde für Mai eine so genannte Sonderabgabe für die Branche angekündigt. Von Seiten der Politik steht der Fonds unter Druck, kleine Banken zu schonen. Er hat bereits darauf hingewiesen, bei der Festsetzung der Beiträge gewissen Spielraum zu haben.

Hinter den Kulissen versucht die FDIC dem Vernehmen nach, die Belastung für die kleinen Lokalbanken zu begrenzen, indem sie einen übergroßen Teil der Kosten auf die Großbanken verlagert. Dies würde die ohnehin schon milliardenschweren Rechnungen von JPMorgan Chase & Co, Bank of America Corp. und Wells Fargo & Co. noch weiter erhöhen.

Börse reagierte nur schwach auf diese Nachricht

Der KBW Regional Banking Index, der die Aktien von 50 Kreditinstituten umfasst, schloss am Mittwoch in New York um 0,6 Przent fester, nachdem Bloomberg über die internen Überlegungen der FDIC berichtet hatte. Die Aktien großer Banken gaben ihre Gewinne ab, erholten sich aber bis zum Handelsschluss inmitten einer breiteren Marktrally.

Die Gespräche zu den Beiträgen zum Einlagenfonds befinden sich noch in frühem Stadium. Vertreter von FDIC, JPMorgan, Bank of America und Wells Fargo lehnten Stellungnahmen ab. (aa)

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