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Regulierung

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Dieses Land schreibt bei der Offenlegungspflicht Klima-Geschichte

Die größten Unternehmen in Großbritannien müssen ab nächstem Jahr ihre klimabezogenen Risiken veröffentlichen. Das verlangen neue Regeln, welche das Königreich zum Vorreiter unter den G-20-Ländern bei der Berichterstattung zu Klimarisiken machen.

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© dehweh / stock.adobe.com

Trotz Brexits scheint das Vereinte Königreich zu den Musterschülern in Sachen Nachhaltigkeit zu gehören. Immerhin müssen die größten Firmen des Landes ab 2022 ihre klimabezogenen Risiken publik machen. Die Vorschriften gelten für börsennotierte Unternehmen mit wenigstens 500 Mitarbeitern, Banken und Versicherungen sowie private Unternehmen mit mindestens dieser Mitarbeiterzahl und einem Umsatz von 500 Millionen Pfund (591 Millionen Euro). Darüber informiert Bloomberg.

Der Schritt kommt zwei Tage vor dem Beginn des G-20 Gipfels in Rom und drei Tage vor der Ausrichtung einer wichtigen Runde an Klimagesprächen der Vereinten Nationen in Glasgow. Großbritannien präsentiert sich damit als führend beim Regelwerk gegen den Klimawandel. Unternehmen sollen damit gezwungen werden, ein Verständnis für die Risiken zu entwickeln, die ein sich aufheizender Planet für ihr Geschäft mit sich bringen und sie ermutigen, Pläne zur Emissionsreduzierung zu machen.

Eine von der Regierung veröffentlichte Studie hat errechnet, dass es Unternehmen jährlich gut 145 Millionen Pfund kosten wird, die neuen Vorschriften einzuhalten. Einige der größten britischen Unternehmen haben bereits begonnen, ihre Klimarisiken zu bewerten: Unilever hat beispielsweise die Auswirkungen auf sein Geschäft im Jahr 2030 anhand von Szenarien durchgerechnet, die Erwärmungen um 2,0 Grad Celsius und 4,0 Grad Celsius bis 2100 annehmen.

Die jüngste Berechnung der Vereinten Nationen hat ergeben, dass die Erde ohne ehrgeizigere Programme zur Bekämpfung der Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts mindestens 2,7 Grad wärmer sein dürfte. UN-Generalsekretär Antonio Guterres nannte das “katastrophal.“ (aa)

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