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Deutsche Ökonomen sehen Reformen der Währungsunion skeptisch

Viele deutsche Ökonomen reagieren mit Skepsis auf die Reformen der Währungsunion, wie sie die EU-Staats- und Regierungschefs kürzlich beschlossen haben. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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© Christoph Hemmerich / Institutional Money

Im neuen ifo Ökonomen-Panel äußern 56 Prozent, sie seien nicht zufrieden mit den Reformen. Nur 29 Prozent zeigten sich zufrieden, der Rest war unentschlossen. Diesmal nahmen 124 Professoren an der Befragung teil.

Viele europäische Länder verschulden sich weiterhin zu stark
So lautete die Haupt-Kritik von Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen, das die Umfrage durchführt. Er führt weiter aus: „Der Rat der europäischen Finanzminister soll Defizitsünder bestrafen, doch sitzt in diesem Rat eben auch der Finanzminister, dessen Heimatland die Maastricht-Kriterien nicht erfüllt hat. Man bräuchte ein unabhängiges Gremium, das glaubhaft sanktionieren kann.“ Viele Ökonomen vermissen laut der aktuellen Umfrage eine wirksame Durchsetzung der Maastricht-Haushaltsregeln.

Resilienz durch jüngste Beschlüsse nicht geschaffen
Eine Mehrheit der Professoren ist auch nicht überzeugt davon, dass die jüngsten Beschlüsse die Währungsunion krisenfester gemacht haben. Nur 20 Prozent der Befragten glauben das. Etwas mehr glauben dies nicht, die verbleibende Mehrheit ist gespalten. Eine relative Mehrheit befürwortet den Ansatz, den 14 deutsche und französische Ökonomen Januar vorgestellt haben, in der Währungsunion mehr Risikoteilung und mehr Marktdisziplin in Einklang zu bringen. Zu den Volkswirten gehörte auch ifo-Präsident Clemens Fuest.

Fehlanreize durch angedachte europäische Arbeitslosenversicherung befürchtet
Die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung, die manche Länder wünschen und die Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) auch befürwortet, stößt bei den Ökonomen überwiegend auf Skepsis. 60 Prozent fürchten, dass eine solche Euro-Arbeitslosenversicherung bei den Mitgliedsländern zu Fehlanreizen führen kann. Eine sehr große Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass die Probleme einiger Euroländer aus strukturellen Fehlentwicklungen resultieren, die nicht durch finanzielle Transfers gelöst werden können.

Meinungen zur Währungsunion sind gespalten
Einige hadern ganz grundsätzlich mit der Euro-Konstruktion, andere sind bereit, den französischen Weg zu gehen. Isabel Schnabel von der Universität Bonn, Mitglied des Sachverständigenrats, befürwortet die beschlossenen Reformen: „Ich begrüße die aktuellen Beschlüsse zur Reform der Währungsunion. Hierdurch wird die Schlagkraft des Bankenabwicklungsfonds erhöht, und eine geordnete Restrukturierung von Staatsschulden wird erleichtert.“ Sorgen bereite ihr der nach wie vor zu enge Risikoverbund zwischen Banken und Staaten. Dagegen zeigt sich der Gießener Finanzwissenschaftler Wolfgang Scherf unzufrieden über die Richtung, in die sich die Eurozone entwickelt:. „Mehr Zentralismus ist keine Lösung für die Probleme der Eurozone, mehr Selbstverantwortung dagegen schon.“ Der Kieler Ökonom Rolf Langhammer schreibt: „Alle Reformvorschläge kranken an dem politisch begründeten Unvermögen, fehlende nationale Fiskaldisziplin wirkungsvoll sanktionieren zu können. Das können letztlich nur die Finanzmärkte über Risikozuschläge auf nicht nachhaltiges nationales Finanzgebaren.“

Und Gabriel Felbermayr vom ifo Institut, der designierte Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, kritisiert: „Besonders irritierend ist die politische Diskussion um ein Eurozonen-Budget. Solange nicht klar ist, welche öffentlichen Güter damit finanziert werden sollen, ist das Gerede um einen europäischen Finanzminister und um EU-Steuern wenig zielführend.“ (kb)

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Besuchen Sie den 12. Institutional Money Kongresses am 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center und treffen Sie unter anderem Isabel Schnabel persönlich! Sie können sich ihr zweitägiges Kongressprogramm selbst zusammenstellen und bei dieser Gelegenheit ihren Sitzplatz für die zahlreichen Workshops und Gruppengespräche der Sponsoren sowie für „IM Spezial“ reservieren. Sie erwartet aber noch viel mehr!

Hochkarätige Keynote Speaker
Zu den absoluten Highlights des Institutional Money-Kongresses zählen die Keynotes namhafter Starreferenten, wie beispielsweise der frisch gekürte Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer. Der Wirtschaftswissenschaftler und Entrepreneur ist ein Freund klarer Worte, lehrt als Professor an der New York University und war zeitweilig Chefökonom der Weltbank. In seinem Vortrag „Wirtschaftswachstum in einer Welt sinkender Rendite“ wird er darlegen, welche Regeln Gesellschaften aufstellen müssen, um den technologischen Fortschritt optimal umzusetzen.

(c) BloombergGordon Brown, Großbritanniens am längsten amtierender Finanzminister des 20. Jahrhunderts, UNO-Sonderbeauftragter sowie auch Berater von Pimco, wird in seinem Vortrag „Europa, Brexit und die Zukunft der globalen Wirtschaft“ prognostizieren, welche Rolle die EU und Großbritannien im weltwirtschaftlichen Gefüge des 21. Jahrhunderts spielen werden. 
Aktuell warnt Brown vor Spaltung und Protektionismus, die im Fall einer internationalen Krise eine gemeinsame Bewältigung unmöglich machen würden.

Prof. Martin Stuart „Marty“ Feldstein gilt aufgrund seiner akademischen Leistungen als Harvard-Legende und war federführend am Konzept der „Reagonomics“ beteiligt. Das US-amerikanische Forschungsinstitut National Bureau auf Economic Reserach (NBER) wäre ohne seine langjährige Präsidentschaft nicht zum wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitut der USA geworden. Der berühmte Harvard-Professor spricht am Kongress über „Die drei Säulen der Macht: Währung, Handel und Steuerregime“.  

Ein weiterer international bekannter Starreferent ist Jeremy Rifikin, Gründer der Foundation on Economic Trends und Präsident der TRI Consulting Group. Der Berater diverser Regierungen, der EU-Kommission sowie Autor von Bestsellern wie "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft" wird am Podium seine Visionen von „Der dritten industriellen Revolution und deren Auswirkungen“ darlegen und dabei herausarbeiten, in wie weit Großanleger die Entwicklung zu einer „Sharing Economy“ in ihren langfristigen Investmentüberlegungen mitberücksichtigen sollten.

Isabel Schnabel, Wirtschaftsweise und Professorin für Finanzmarktökonomie an der Universität Bonn zählt zu den renommiertesten und einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftlerinnen ihrer Generation. Die dreifache Mutter ist Trägerin des Gustav-Stolper-Preises, in dem der Verein für Socialpolitik herausragende Wissenschaftler ehrt. In ihrem Vortrag „Ein Reformvorschlag für Europa“ wird die Dortmunderin die Schwachstellen der Europäischen Währungsunion aufzeigen und Maßnahmen zur langfristigen Lösung der aktuellen Probleme diskutieren.

„IM Spezial“ bietet geballte Information
Das Informationsformat „IM Spezial“ bietet am Institutional Money Kongress gleich mehrere Highlights gleichzeitig und behandelt die aktuell brennendsten Themen der institutionellen Investmentwelt, wie beispielsweise die Pläne zur Kapitalmarktunion und zum EU-Aktionsplan einer obligatorischen Nachhaltigkeit bei Investments.

Am Podium sitzen bekannte Experten wie Dr. Werner Schnappauf, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Magnus Biling, Alecta-CEO und Mitglied der hochrangigen Expertengruppe der Europäischen Kommission für nachhaltiges Finanzieren, Dr. Michael Leinwand, CIO der Zurich Gruppe und Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, ehemals Co-Chef bei Goldman Sachs in Deutschland und Österreich.

Eine weitere Podiumsdiskussion gibt es zum Thema betriebliche Altersversorgung. Nach einem Impulsvortrag von Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaften und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Universität Freiburg, diskutiert der Ökonom mit den Vorständen von Pensionskassen bzw. Pensionsfonds von namhaften Adressen wie dem BVV, Wacker Chemie und der Hoechst-Gruppe über die aktuellen Herausforderungen des nationalen Rentenmodells.

Weitere Podiumsdiskussionen gibt es beispielsweise zu Infrastruktur, Immobilien und Stiftungen.

Abgerundet wird „IM Spezial“ durch einen Vortrag von CFA-Deutschland-Chefin Susan Spinner über die Umsetzung ethischer Überlegungen in die tägliche Investmentpraxis.

Hochwertiges Programm ist CFA-zertifiziert
Aufgrund einer Kooperation mit der CFA Society Germany erhalten institutionelle Investoren mit dem begehrten CFA-Titel für das komplette IM-Spezial Programmangebot „CFA Continued Education Points“.

Aber auch allen von unseren Sponsoren gehaltenen Workshops werden CFA-Points vergeben. Dies unterstreicht das hochwertige Informationsangebot am 12. Institutional Money Kongress und spricht für eine rasche Anmeldung zu dieser Top-Veranstaltung! Eine Anmeldung zum Kongress ist HIER möglich.

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