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Deutsche Kreditwirtschaft positioniert sich zu digitalem Euro

Der ECON-Ausschuss des EU-Parlaments hat seine Position zum digitalen Euro beschlossen, womit das Verfahren in den Trilog eintritt. Die Deutsche Kreditwirtschaft nennt vier Bedingungen für einen Erfolg und warnt davor, dass das Projekt an Komplexität und fehlender Wirtschaftlichkeit scheitern könnte

Der digitale Euro befindet sich in der poltischen Diskurs-Phase. Die deutsche Kreditwirtschaft bringt sich in Stellung.
Der digitale Euro befindet sich in der poltischen Diskurs-Phase. Die deutsche Kreditwirtschaft bringt sich in Stellung.© lang / stock.adobe.com/KI-generiert

ECKPUNKTE:

  • Der ECON-Ausschuss des EU-Parlaments hat seine Position zum digitalen Euro beschlossen, die Plenumsbestätigung folgt in den kommenden Wochen
  • Damit beginnt der Trilog zwischen Parlament, Rat und Kommission über die endgültige Ausgestaltung
  • Die Deutsche Kreditwirtschaft fordert priorisierte Kernfunktionen, Schutz bestehender Verfahren und ein tragfähiges Kompensationsmodell

Rund drei Jahre nach dem Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zum digitalen Euro hat der Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des Europäischen Parlaments seine Position beschlossen. Die Deutsche Kreditwirtschaft meldet im Vorfeld des Trilogs vier Bedingungen an, an denen sich aus ihrer Sicht der Erfolg des Projekts entscheidet.

Vier Forderungen
Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und federführend für die Deutsche Kreditwirtschaft (DK), bezeichnet die Parlamentsposition als „Meilenstein“. Entscheidend seien im Trilog vier Faktoren: klare Prioritäten, ein Zusammenspiel mit bestehenden Verfahren, tragfähige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine breite Einbindung aller Akteure. Der digitale Euro dürfe „nicht an unnötiger Komplexität und fehlender Wirtschaftlichkeit scheitern“, so Müller-Ziegler.

Konkret fordert die DK, den Funktionsumfang zunächst auf priorisierte Kernfunktionen zu beschränken und weitere Ausbaustufen erst bei nachgewiesenem Kosten-Nutzen-Verhältnis umzusetzen. Bestehende Bezahlverfahren wie SEPA, girocard und wero solle der digitale Euro ergänzen, nicht durch regulatorische Vorzugsbehandlung verdrängen. Mit Blick auf die nötigen Investitionen der Institute verlangt der Verband ein tragfähiges Kompensationsmodell; eine Orientierung am jeweils günstigsten bestehenden Verfahren schaffe keine faire Vergütung, sondern schwäche die wirtschaftliche Grundlage bestehender europäischer Anbieter. Schließlich solle eine gesetzlich gesicherte Governance-Struktur alle Beteiligten – von Verbrauchern über Handel bis zu den Zentralbanken – einbinden. (hw)

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