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Deutsche Fondsanbieter lassen sich kaum in die Karten schauen

Bei der Offenlegung wichtiger Angaben rangieren in Deutschland beheimatete Fonds nur im Mittelfeld, ergab eine Morningstar-Studie. Insbesondere bei Angaben zu Gebühren, der Vergütung von Managern sowie bei Performance-Berichten sehen die Analysten Defizite.

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© Peter Atkins / stock.adobe.com

Der Fondsstandort Deutschland erreicht in Sachen Transparenz allenfalls Mittelmaß. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Ratinggesellschaft Morningstar. Die Analysten hatten weltweit die Investorenfreundlichkeit der wichtigsten Asset-Management-Märkte durchleuchtet. In der Teiluntersuchung zum Thema Offenlegung betrachteten die Experten letztendlich 26 Fondsstandorte.

Grundsätzlich geben die europäischen Richtlinien zwar eine Richtung bei der Transparenz vor. Im Detail unterschieden sich die Regeln aber von Land zu Land. Und bei der Offenlegung ginge in Deutschland noch mehr, gerade im Vergleich zu anderen Standorten, meinen die Morningstar-Experten. So müssen etwa britische Anbieter die Angemessenheit ihrer Gebühren regelmäßig überprüfen und schriftlich begründen.

Offenlegung von ESG-Risiken
Negativ kreiden die Analysten zudem an, dass Anbieter nicht verpflichtet sind, den Namen und die Amtszeit des leitenden Portfoliomanagers anzugeben. Manchmal seien diese Angaben in den Factsheets enthalten, aber nicht durchgängig. Zudem würden die Gesellschaften weder die privaten Investments ihrer Manager noch deren Vergütung offenlegen. Dagegen seien sie verpflichtet, ihre allgemeine Gehaltspolitik zu publizieren.

Ebenso sei nicht vorgeschrieben, dass das Management die Wertentwicklung des Fonds diskutiere. In der Regel würden entsprechende Erläuterungen zwar zur Verfügung gestellt, diese seien aber oft nicht sehr detailliert. Positiv merken die Morningstar-Fachleute dagegen an, dass die deutsche Aufsichtsbehörde begonnen hat, auf die Offenlegung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken zu drängen, um Anlegern den Produktvergleich zu erleichtern. (ert)

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