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Deutsche Bank hat größte US-Aktiva europäischer Banken

Satte 354 Milliarden US-Dollar sind es, die bei Deutschlands größer Bank als US-Aktiva zum 30.09.2016 vorhanden sind. Unter den europäischen Investmentbanken ist allerdings das Geschäft von BNP Paribas in den USA in den ersten neun Monaten des Jahres das profitabelste gewesen.

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All das geht aus Unterlagen hervor, die von US-Aufsehern erstmals überhaupt angefordert wurden und aus denen Bloomberg News zitiert. Die US-Sparten von BNP Paribas, Frankreichs größter Bank, kamen bei einem Ertrag von 3,87 Milliarden US-Dollar auf einen Vorsteuergewinn von 958 Millionen US-Dollar, wie am Dienstag bekanntgegeben wurde. Die Banken hatten auf Verlangen der FED ihr US-Geschäft ab Juli unter dem Dach einer Holdinggesellschaft konsolidiert. US-Filialen der Muttergesellschaften sind nicht eingeschlossen. 

BNP Paribas hat ordentlich verdient, Schweizer Großbanken durchwachsen

Credit Suisse hat den Unterlagen zufolge in den ersten neun Monaten des Jahres aufgrund von Restrukturierungskosten Verluste gemacht. Zwar haben die meisten europäischen Banken ihr Geschäft umgebaut, doch variiert die regionale Verbuchung der Kosten bei ihnen. UBS kam auf einen Gewinn von 1,4 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich durch Steuergutschriften. Der Vorsteuergewinn lag nur bei 123 Millionen US-Dollar. Die Bank aus Zürich verfügt über mehr als 20 Milliarden US-Dollar an solchen Gutschriften, die von Verlusten während der Finanzkrise von 2008 herrühren. 

Die folgende Grafik zeigt die 9-Monats-Vorsteuergewinne europäischer Großbanken im Verhältnis zu den US-Einnahmen. 

US-Gewinn war mehr als der Gesamtgewinn bei der Deutschen Bank

Bei der Deutsche Bank überstieg der US-Gewinn den Unterlagen zufolge den Gesamtgewinn der Frankfurter Bank in den ersten neun Monaten. Die US-Zahlen umfassen Transaktionen innerhalb der Gruppe, die die Profitabilität verzerren können, im Vergleich mit anderen regionalen Sparten, wie von einer Person verlautete, die mit der Bilanzierung vertraut ist. Diese Gewinne und Verluste innerhalb der Gruppe werden bei der Konsolidierung aller Aktivitäten in der globalen Konzernbilanz saldiert. 

Gegenüber 2011 ist das US-Geschäft der Deutschen Bank um ein Drittel geschrumpft 

Die Deutsche Bank hatte unter den vorgenannten Banken die höchsten Aktiva in den USA, wie die jüngsten verfügbaren Daten zeigen. Darin enthalten sind die Aktiva der Filialen, die bei den Holdinggesellschaften unter den neuen Regeln der FED nicht berücksichtigt werden. Das entspricht gleichwohl einer Verringerung um 34 Prozent gegenüber Ende 2011, als die Bank zuletzt einen vergleichbaren konsolidierten Bericht vorlegte. 

Neue Regulierung: Banken müssen US-Risikoausschüsse einsetzen

Europäische Investmentbanken haben angesichts abnehmender Profitabilität ihr Handelsgeschäft weltweit rationalisiert. Sie können in den Filialen einige Geschäfte verbuchen, wie etwa Derivate-Handel oder große Unternehmenskredite. Diese werden zwar bei den Berechnungen für das vorzuhaltende Mindestkapital und die Liquidität nicht berücksichtigt, die neuen Regeln verlangen aber, dass die Banken US-Risikoausschüsse einsetzten, die sämtliche Geschäftsaktivitäten, einschließlich jener der Filialen, in dem Land überwachen.

FED verlangt Kapitalunterlegung des US-Geschäfts

Die europäischen Banken haben die FED-Regeln, nach denen sie in den USA Kapital vorzuhalten haben, kritisiert. Die konsolidierten US-Gesellschaften müssen Mindestquoten für Kapital und Liquidität erfüllen, was zuvor nicht der Fall war. Damit können sie ihre Ressourcen nicht mehr dahin verlagern, wo sie am meisten gebraucht werden. Die FED argumentiert, sie habe die Regeln eingeführt, damit eine Situation wie während der Finanzkrise von 2008 künftig vermieden werde, als die US-Notenbank Billionen Dollar an Finanzierungen für die ausländischen Banken bereitstellen musste. (kb)

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