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Cum-Ex-Causa: J. Safra Sarasin zieht vor Gericht den Kürzeren

Der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller hat sich im Streit wegen falscher Anlageberatung erneut gegen die Schweizer Bank Sarasin durchgesetzt. Das Geldhaus muss Müller knapp 45 Millionen Euro Schadensersatz zahlen.

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© weyo / stock.adobe.com

Die Schweizer Bank Sarasin muss dem Drogerie-Unternehmer Erwin Müller nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart 45 Millionen Euro Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung zahlen. Damit wies das OLG Stuttgart die Berufung der Bank gegen ein Urteil des Landgerichts Ulm zurück, das bereits 2017 zugunsten Müllers entschieden hatte. 

Der heute 86-Jährige hatte vor acht Jahren 50 Millionen Euro in den Luxemburger Sheridan-Fonds gesteckt, der mit der umstrittenen "Cum-Ex"-Methode arbeitete. Darunter versteht man Aktien-Transaktionen rund um den Dividendenstichtag eines Unternehmens. Sie führen zu einer doppelten Erstattung der Kapitalertragssteuer – obwohl diese nur einmal gezahlt wurde. Die Methode gilt inzwischen als nicht mehr zulässig.

Zu wenig Informationen
Seine Bank habe ihn über das umstrittene Geschäftsmodell des Fonds und die Risiken nicht ausreichend informiert, so Müllers Sicht. Deshalb hatte der Unternehmer Ausgleichszahlungen für die entstandenen Verluste verlangt. Das OLG Stuttgart gab ihm nun Recht: Die Bank Sarasin habe ihre Pflichten verletzt und den Drogerie-Unternehmer beim Kauf von Anteilen an den Fonds nicht ausreichend informiert. (fp)

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