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Credit Suisse: Versteckt die Bank noch immer Geld vor dem Fiskus?

Die Schweizer Großbank wird beschuldigt, US-Bürgern Finanzdienstleistungen angeboten und diesen damit geholfen haben, Steuern zu hinterziehen. Nun ermittelt die US-Staatsanwaltschaft.

Credit Suisse
© Matthew Lloyd / Bloomberg

Die Credit Suisse Group soll angeblich immer noch Kunden dabei helfen, Konten vor der US-Steuerbehörde zu verstecken. Das haben jedenfalls ehemalige Mitarbeiter der Bank gegenüber US-Ermittlern ausgesagt. Die Praxis dauere an, obwohl das Unternehmen 2014 2,6 Milliarden Dollar an Strafen gezahlt und versprochen hatte, diese Praxis einzustellen. Darüber berichtet "Bloomberg News".

Die Ex-Banker “haben glaubwürdige Informationen vorgelegt, wonach die Credit Suisse auch nach 2014 weiteren Amerikanern dabei geholfen hat, Vermögenswerte vor den USA zu verbergen”, heißt es in einem am 18. November eingereichten Dokument in einem Zivilprozess, aus dem Bloomberg zitiert. “In einigen Fällen dauert die Verheimlichung bis heute an.” 

Haben Kunden der Bank gegenüber ihre Doppelstaatsbürgerschaft verschwiegen?
Die Banker gaben an, dass die Credit Suisse Konten für südamerikanische Kunden mit doppelter Staatsbürgerschaft eröffnet habe, ohne dass aus den Unterlagen hervorgegangen sei, dass sie auch US-Bürger waren, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auf einigen der Konten befanden sich Dutzende von Millionen Dollar, so die Personen. US-Bürger müssen Steuern auf Einkommen zahlen, egal wo auf der Welt das Geld verdient wurde und ihre Offshore-Konten dem Finanzamt offenlegen, auch wenn sie eine weitere Staatsbürgerschaft haben.

Die nicht namentlich genannten Banker waren von US-Steueranwälten, IRS-Strafverfolgern und Ermittlern des US-Senats über den Sommer hinweg befragt worden, so die Personen. Die Credit Suisse leidet immer noch unter dem Nachhall eines Schuldbekenntnisses aus dem Jahr 2014, als sie zugegeben hatte, Tausenden von Amerikanern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben.

Vollumfängliche Kooperation
“Nach unserem Vergleich im Jahr 2014 hat die Credit Suisse vollumfänglich mit den US-Behörden kooperiert und tut dies auch weiterhin”, sagte die Bank in einer Stellungnahme. Das US-Justizministerium lehnte einen Kommentar ab. Ein Sprecher des IRS reagierte nicht auf Anfragen.

Die am 4. November eingereichte Zivilklage eines Whistleblowers moniert, dass das Justizministerium eine zusätzliche Geldstrafe hätte verhängen sollen, weil die Credit Suisse 2014 Konten des US-Bürgers Dan Horsky mit mehr als 200 Millionen Dollar nicht offengelegt hatte. Horsky hatte sich schuldig bekannt und saß sieben Monate im Gefängnis. Staatsanwälte und Ermittler des Senats untersuchen nun, wer bei der Bank von Horskys Konten wusste. 

Der Fall ist US ex rel. John Doe gegen Credit Suisse, 1:21-cv-00224, US District Court for the Eastern District of Virginia (Alexandria). (aa)

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