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Christine Lagarde schlägt in der Stimulus-Debatte härteren Ton an

Als Lagarde 2019 die EZB-Führung übernahm, betonte sie, zuerst zuhören zu wollen und dann daran zu gehen, einen Konsens zu bilden. Bezüglich der letztwöchigen Entscheidung, die PEPP-Anleihekäufe auf hohem Niveau zu halten, hat sie dem Entscheidungsprozess jedoch klar ihren Stempel aufgedrückt.

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Christine Lagarde gibt eindeutig den Ton an.
© Alex Kraus / Bloomberg

Wie zu hören ist, sei der Entschluss stark von Lagardes Kommentaren drei Wochen zuvor in Lissabon geprägt gewesen. Dort hatte sie erklärt, es sei “viel zu früh” und “eigentlich unnötig”, über eine Stimulus-Reduzierung nachzudenken. Angesichts dieser Äußerungen hätten die Geldpolitiker dann entschieden, dass es wirtschaftlich schädlich wäre, die Käufe zu drosseln, will Bloomberg News erfahren haben. 

Lagarde zeigt Leadership-Stärke
Vor Lagardes Äußerungen in der portugiesischen Hauptstadt war im EZB-Rat eine rege Debatte darüber entbrannt, ob die Anleihekäufe verlangsamt werden sollten. Mit dem Rückgang der Corona-Infektionen und dem Wiederaufschwung der Wirtschaft wurde argumentiert, dass der Euroraum weniger auf geldpolitische Unterstützung angewiesen sein könnte.

Die anderen rudern zurück
Ökonomen und Investoren waren geteilter Meinung darüber, ob die EZB ihre Bondkäufe verlangsamen würde. Nach den Lissabon-Kommentaren Lagardes und in die gleiche Richtung gehenden Signalen unter anderem von Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau revidierten sie ihre Vorhersagen. Lagarde gewann schließlich Unterstützung für die Entscheidung, die Anleihekäufe in einem “deutlich höheren” Tempo als in den ersten Monaten des Jahres beizubehalten, obgleich es Divergenzen über einige Details gab.

Beschleunigter Stimulus
Die EZB hat seit März 2021 die Geschwindigkeit bei Anleihekäufe 

Meinungsverschiedenheiten im EZB-Rat sind nicht vom Tisch
Auch in Bezug auf den nächsten Schritt der EZB kommen wieder Meinungsverschiedenheiten im Rat an die Oberfläche. Einige Mitglieder nutzten die Sitzung der letzten Woche, um Aufwärtsrisiken für den Inflationsausblick hervorzuheben, und diese Ansichten wurden in dieser Woche in öffentlichen Äußerungen aufgegriffen. (kb)

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