Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Regulierung

| Regulierung
twitterlinkedInXING

BVI unterstützt ESMA-Vorschlag betreffend Meldewesen-Vereinheitlichung

Der deutsche Fondsverband BVI hat sich positiv zu einem ESMA-Vorschlag zur Angleichung des Meldewesens für Fonds geäußert. Diese Vereinheitlichung ist auch bitter notwendig, denn Asset Manager leiden unter einer ausufernden, von Amts wegen verordneten Bürokratie.

Thomas Richter, BVI
Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI: „Die Überbürokratisierung beim Fondsreporting bereitet Fondsgesellschaften wie Behörden unnötigen Aufwand und Kosten. Damit muss Schluss sein.“
© BVI

In der deutschen Fondsbranche besteht Hoffnung, die ausufernde Bürokratie zumindest partiell zu reduzieren. So unterstützt der deutsche Fondsverband BVI die Idee der EU-Wertpapierbehörde ESMA, das Fondsreporting zu Liquiditäts- und Hebelrisiken zu vereinheitlichen. Darüber informiert der BVI per Aussendung.

Konkret hatte die ESMA im Zuge der Überarbeitung der Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-Richtlinie) unter anderem vorgeschlagen, das Meldewesen zu Liquidität und Hebelfinanzierung von Wertpapier-Publikumsfonds (OGAWs) an die EU-weit harmonisierten Standards für alternative Investmentfonds (AIFs) anzugleichen.

Zusätzlich sollen im Kontext der Überarbeitung des AIFM-Meldewesens doppelte Inhalte und Inkonsistenzen zum aufsichtsrechtlichen Transaktionsreporting (z.B. EMIR, Verordnung zu Wertpapierfinanzierungsgeschäften) beseitigt werden.

Bürokraten quälen die Asset Manager
Fonds zählen laut BVI zu den am strengsten regulierten und transparentesten Finanzprodukten. Fondsgesellschaften melden in regelmäßigen Abständen Daten für jeden Fonds oder jede Anteilscheinklasse an verschiedene Behörden. Es gibt das aufsichtsrechtliche Fondsreporting, das Transaktionsreporting, das Reporting an institutionelle Anleger, die Jahressteuererklärung sowie etliche Sonderberichte und Ad-hoc-Abfragen der Regulierer zu Risiken.

Die Crux dabei ist: Jede Behörde will die zum Teil identischen Daten anders aufbereitet haben – in unterschiedlichem Umfang, in unterschiedlichen Abständen, in unterschiedlichen Formaten, auf Basis von Anteilscheinklassen oder einzelnen Fonds. Im Zuge des aufsichtsrechtlichen Fondsreportings muss eine Fondsgesellschaft allein über 5.000 Daten an die BaFin, ESMA, Luxemburger und irische Aufsicht melden

"...ein guter Vorschlag"
„Die Beseitigung des nationalen Flickenteppichs im regulatorischen Meldewesen ist ein guter Vorschlag der ESMA. Endlich kommt die von uns seit langem geforderte Harmonisierung von Inhalt, Format und Berichtsintervall vom Fleck. Die Überbürokratisierung beim Fondsreporting bereitet Fondsgesellschaften wie Behörden unnötigen Aufwand und Kosten. Damit muss Schluss sein“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI.

Daten-Overkill bringt nur wenig Nutzen
Das Durcheinander im OGAW- und AIFM-Meldewesen sei lau BVI kontraproduktiv für die Analyse systemischer Risiken und behindere eine effiziente Aufsicht. Der BVI hat sich bereits im März 2018 gegenüber der EU-Kommission für ein einheitliches Meldewesen für OGAWs ausgesprochen, insbesondere zum Liquiditätsrisiko und zur Hebelfinanzierung. Er unterstützt damit eine entsprechende Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) von Ende 2017. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren