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| Regulierung
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Braucht es einen einheitlichen EU-Standard für grüne Anleihen?

Die technische Expertengruppe der EU-Kommission will Mitte Juni Empfehlungen für einen EU-Standard für grüne Anleihen (Green Bonds) vorlegen. Das cep | Centrum für Europäische Politik hat dazu einen Bericht (cepInput) veröffentlicht.

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Dr. Bert Van Roosebeke, Fachbereichsleiter Finanzmärkte beim cep | Centrum für Europäische Politik, sagt: "Es gibt keinen überzeugenden Grund, einen öffentlichen EU-Standard für grüne Anleihen zu etablieren."
© cep

Zu dieser Einschätzung kommt das cep in seiner Analyse der ersten Vorschläge der Expertengruppe. Denn es gebe bereits von Marktakteuren entwickelte, private Standards, die breite Akzeptanz finden. Wenn die Kommission trotzdem einen EU-Standard entwickeln würde, sollte dieser freiwillig bleiben und nicht verpflichtend sein.

Kein Obligatorium und keine Verknüpfung mit der Nachhaltigkeits-Taxonomy, bitte! 
Auch sollte verhindert werden, dass der EU-Standard mit der EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen verknüpft wird, wie das cep bereits früher in Publikationen aus der Reihe "cepAnalyse" und "cepAdhoc" festhielt. Sollte es zu dieser Verknüpfung und einem Obligatorium kommen, droht der EU-Standard durch die Hintertür verpflichtend zu werden und zu einem Instrument der Industriepolitik zu werden.

Weitere Kritikpunkte
Das cep äußert sich in der aktuellen Ausgabe des cepInput kritisch zu einigen der Überlegungen der technischen Expertengruppe, Anreize für die Nutzung des EU-Standards für grüne Anleihen zu schaffen. Nach Auffassung des cep können diese sich negativ auf den Anlegerschutz, auf die Fähigkeit der EZB, die Inflation zu begrenzen, auf die Stabilität der Finanzmärkte und auf die Interessen der Steuerzahler auswirken. (kb)

 

 

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