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Börsenaufsicht stellt chinesischen Unternehmen Ultimatum

Chinesische Unternehmen sollen von US-Börsenplätzen verbannt werden, wenn sie nicht den nationalen Rechnungslegungsstandards entsprechen. Das soll empfundene Ungleichgewichte in der Geschäftsbeziehung zwischen China und den Vereinigten Staaten beenden.

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© Christian Müller / stock.adobe.com

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat chinesischen Unternehmen erneut mit einem Platzverweis für amerikanische Börsen gedroht, sollten sie sich nicht an die nationalen Buchführungsregeln halten. Die Unternehmen hätten nach Worten des Ministers bis Ende 2021 Zeit, um ihre Bilanzen in Ordnung zu bringen. Eine entsprechende Empfehlung liegt der Börsenaufsicht SEC bereits vor, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Der Senat hatte zuvor bereits einstimmig beschlossen, chinesische Firmen zur Übernahme der Buchführungsstandards zu zwingen. Damit will die Politik empfundene Ungleichgewichte in der Geschäftsbeziehung zwischen China und den USA bekämpfen. US-amerikanische Aufsichtsstellen hatten sich in der Vergangenheit öfters beschwert, dass ihnen chinesische Behörden den Einblick in Wirtschaftsprüfungsberichte verweigern – obwohl eine entsprechende Vereinbarung zwischen beiden Ländern schon seit längerem existiert.

Vorstoß ist umstritten
In der Vergangenheit kam es außerdem immer wieder zu Skandalen, weil chinesische Firmen ihre Bilanzen frisiert hatten. Zuletzt sorgte die chinesische Kaffeehauskette Luckin Coffee für Aufregung, als bekannt wurde, dass rund die Hälfte der angegebenen Umsätze Luftbuchungen waren.

In China sorgt der Vorstoß des US-Finanzministeriums für Unmut. Erste chinesische Unternehmen erwägen laut FAZ nun, sich aus eigenem Antrieb von den US-Märkten zurückzuziehen. Kritik kommt auch von der marktliberalen Denkfabrik Peterson Institute for International Economics. Der Versuch, chinesische AGs von den amerikanischen Börsen zu verbannen, sei untauglich. Weder würden die Unternehmen von amerikanischem Kapital abgeschnitten, noch würde damit das Wachstum Chinas gedämpft. (fp)

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