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Bloomberg wirft die Mifid-Maschine an

Im Anleihehandel gelten künftig schärfere Offenlegungspflichten. Die Anbieter der Tradingplattformen wappnen bereist ihre Systeme für die Finanzmarktreform Mifid II. Doch viele Fondsmanager ziehen nur zögerlich nach.

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© Kaspars Grinvalds / Fotolia

Der Finanzdatenanbieter Bloomberg hat seine Anleihen-Handelsplattform umgerüstet und an die Transparenzvorschriften angepasst, die mit der Finanzmarktreform Mifid II in Kraft treten. Die neue Plattform sei nun freigeschaltet, sagte Nicholas Bean, Leiter des Anleihehandels bei Bloomberg, der Wirtschaftszeitung "Financial Times".

Ein erheblicher Teil des Bondhandels wird außerhalb von Börsen (Over the Counter) über Plattformen wie die von Bloomberg abgewickelt. Mit der Einführung von Mifid II gelten für diesen Wertpapierhandel nun strengere Meldepflichten. Der Bloomberg-Konkurrent Thomson Reuters will in dieser Woche die rund 2.500 Kunden seiner Devisenhandelsplattform auf eine neue Version umheben, welche die Vorschriften erfüllt. Die pan-europäische Börse Bats Global Markets hat bereits eine angepasste Software für den Aktienhandel eingeführt.

Viele noch nicht gerüstet

Bloomberg habe sich für eine möglichst frühe Umstellung der Systeme entschieden. Allerdings sind manche Details zur Umsetzung der Richtlinie immer noch offen. Eventuell müssen die Dienstleister also noch nacharbeiten. Man habe sich aber gegen ein Update erst kurz vor dem Mifid-II-Start im Januar entschieden. "Das wäre eine hochriskante Strategie. Denn Mifid II bürdet allen unseren Kunden zeitgleich eine große Last auf", sagte Bean der "Financial Times".

Viele Fondsmanager sind aber offenbar noch nicht für die Neuerungen gerüstet. Einer Umfrage der britischen Unternehmensberatung JWG unter institutionellen Investoren zufolge laufen 30 Prozent der Manager akut Gefahr, die neuen Regeln beim Start im Januar 2018 nicht einhalten zu können. (ert)

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