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Berichterstattung 2.0: Mehr als Geschäftsbericht plus Nachhaltigkeit

In seinem aktuellen Positionspapier kommentiert das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) den Fitness-Check der Europäischen Kommission. Zwar begrüßt das IDW, dass die EU-Kommission den Rechtsrahmen für die Rechnungslegung hinterfragt, äußert jedoch in Einzelbereichen Kritik.

Klaus-Peter Naumann
IDW Vorstandssprecher Klaus-Peter Naumann
© IDW

Insgesamt unterstützt das IDW das Vorhaben der EU-Kommission, die EU-Regelwerke auf die angemessene Berücksichtigung neuer Entwicklungen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu hinterfragen. Auch die frühzeitige Einbeziehung der interessierten Öffentlichkeit in die Konsultation bewertet das IDW als positiv.

Kritik an Suggestivfragen
Kritik richtet sich zunächst auf die Fragenkonzeption. Diese seien so formuliert, dass die Antworten zwangsläufig nahelägen, eine Anpassung des Rechnungslegungsrahmens sei erforderlich. „Unseres Erachtens liefert der derzeitige EU-Rechnungslegungsrahmen effektive und effiziente Beiträge zum Stakeholder-Schutz, zur Verwirklichung des Binnenmarkts und der Kapitalmarktunion,“ sagt der IDW Vorstandssprecher Klaus-Peter Naumann. „Finanzmarktstabilität und nachhaltige Entwicklung sind Ziele, zu denen die Rechnungslegung nur bedingt beitragen kann. Hier sind andere Ansätze vorzuziehen.“ Dazu gehört beispielsweise eine konsequentere Verfolgung der Klimaziele.

IDW warnt vor europäischen Sonderweg bei den IFRS
Man sieht den größten Überarbeitungsbedarf bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Lagebericht. Grundsätzlich sei der gegenwärtige EU-Rechtsrahmen für die Unternehmensberichterstattung konsistent. Diese Konsistenz und Transparenz der Rechnungslegung zu erhalten, stelle damit eine große Herausforderung dar, heißt es im Positionspapier. Dies gelte auch für die Prüfung und die Offenlegung der neuen Berichtselemente, etwa der nichtfinanziellen Berichterstattung.

Lösungsansatz
Hier verweist das IDW auf das International Integrated Reporting Framework und auf das vom Europäischen Verband der Wirtschaftsprüfer entwickelte Accountancy Europe Core & More-Konzept als eine solide Grundlage für eine nachhaltige Fortentwicklung. 

Der Fitness-Check im Detail
Den Fitness-Check hat die EU-Kommission im Rahmen des Sustainable Finance Action Plans durchgeführt. Dieser enthält 67 Fragen zu sämtlichen EU-Richtlinien und -Verordnungen mit Rechnungslegungsbezug. Damit soll überprüft werden, ob beispielsweise die nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der EU noch weiter harmonisiert werden sollten oder ob die derzeitigen Berichterstattungsvorgaben für eine digitale Welt noch geeignet sind. Der Fitness-Check behandelt auch Fragen danach, ob nichtfinanzielle Aspekte ausreichend beachtet werden und welche Rolle digitale Kommunikationsinstrumente spielen sollten.

In diesem Positionspapier fasst das IDW die wesentlichen Themen des Fitness-Checks zusammen und bietet Lösungsansätze an. (kb)

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