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Bankenverbandsstudie: EU-Taxonomie braucht dringend präzisere Daten

Das Klassifizierungssystem der Europäischen Union für nachhaltige Investitionen sollte einer Studie zufolge das Risiko von "Greenwashing" schmälern. Um die Effektivität der sogenannten EU-Taxonomie zu gewährleisten, seien allerdings qualitativ hochwertigere Firmendaten erforderlich.

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The European Banking Federation EBF
© EBF

Ohne qualitativ hochwertigere Firmendaten kann also die Effektivität der EU-Taxonomie nicht  gewährleistet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute in Brüssel veröffentlichte Studie des Europäischen Bankenverbandes EBF und der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP FI.

Mithilfe des Regelwerks könnten Investitionen als nachhaltig klassifiziert und Kapitalströme in kohlenstoffarme Projekte gelenkt werden, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Im Rahmen der Untersuchung testeten 26 führende Banken das Regelwerk von Januar bis August 2020 in einer Reihe von Kernbankprozessen, einschließlich dem Privatkundengeschäft, der Handelsfinanzierung sowie der Kreditvergabe an kleinere Unternehmen.

Licht und Schatten
Demnach werteten die Institute die Taxonomie grundsätzlich positiv. Bedenken äußerten die Beteiligten indes hinsichtlich der Qualität, Detailliertheit und Standardisierung von Daten, insbesondere bei der Kreditvergabe an Firmen im Ausland. Der Bericht empfiehlt daher unter anderem, die Konsistenz und Vergleichbarkeit zwischen den in der Taxonomie verwendeten Kriterien sowie anderen EU- und nationalen Gesetzen sicherzustellen, eine globale Angleichung bestehender Taxonomien anzustreben und die internationale Datenerhebung etwa über den Aufbau von Datenbanken zu erleichtern.

Die niederländische Großbank ING erklärte anlässlich der Vorlage der Studie, das einheitliche EU-Klassifizierungssystem helfe dem Bankensektor, einen Beitrag zum nachhaltigen Umbau der Realwirtschaft zu leisten. Die EU-Taxonomie soll in den kommenden Monaten fertiggestellt werden und 2022 in Kraft treten. (kb)

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