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Archegos wirft im Basler Ausschuss regulatorische Fragen auf

Der Zusammenbruch von Archegos Capital Management, der die betroffenen Banken rund zehn Milliarden Dollar (8,4 Milliarden Euro) kosten dürfte, beschäftigt nun auch den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Weitere Kontrollen für die Bankenindustrie dürften die Folge sein.

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© HappyAlex / stock.adobe.com

Die Pleite von Archegos Capital Management beschäftigt nun auch die Top-Regulierer,  beispielsweise den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Für Carolyn Rogers, die Generalsekretärin des Gremiums, in dem sich die Aufseher der wichtigsten Volkswirtschaften koordinieren, ist jedenfalls klar, dass der Fall Lücken bei den Berichtspflichten der Banken offenbart hat. Zur Erinnerung: Bill Hwangs als Family Office firmierender Fonds war über verschiedene Banken gigantische und komplexe Wetten auf Aktien eingegangen, die bis zuletzt unsichtbar blieben.

“Offenlegung war ein Problem”, sagte Rogers in einem Interview mit Bloomberg News. Die involvierten Banken - unter anderen Nomura Holdings und Credit Suisse Group - konnten sich “kein vollständiges Bild über das gesamte Engagement dieses Kunden machen”, sagte sie. Die Deutsche Bank kam bekanntlich durch einen Blitzverkauf in letzter Sekunde gerade noch davon.

Genauerer Blick auf Derivate
Zwar sei es zu früh, um eine spezifische regulatorische Antwort zu formulieren, der Basler Ausschuss werde jedoch wahrscheinlich mehr Augenmerk auf strukturierte Finanzprodukte und Total Return Swaps legen. Das Gremium, zu dessen 45 Mitgliedern Bundesbank, Bafin, Europäische Zentralbank und Federal Reserve gehören, legt Prinzipien der Aufsicht fest, an die sich ihre Mitglieder im Interesse globaler Zusammenarbeit halten.

“Ein Fall wie dieser mit Verlusten dieser Größenordnung bei mehreren globalen Banken, die alle auf einen einzelnen Kunden oder eine einzelne Transaktion zurückzuführen sind, wird immer am Tisch des Basler Ausschusses diskutiert”, sagte Rogers.

Während sich der Basler Ausschuss mit der Seite der Banken beschäftigt, sieht sich die US-Börsenaufsicht SEC unter Druck, die Swap-Regeln zu überprüfen, die die Händler zu Transparenz verpflichten sollen. Auch ein Jahrzehnt nach Einführung des Dodd-Frank-Gesetzes in den USA sind Datenstandards noch nicht vollständig umgesetzt. (aa)

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