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Aon-Studie: Unbürokratische Wege für Zuschüsse bevorzugen

Bei den Betriebsrenten schaffen Arbeitgeber verstärkt Anreize zur Eigenvorsorge. Je weniger bürokratisch die betriebliche Altersvorsorge angegangen wird, desto mehr Mitarbeiter kann man dafür gewinnen.

Angelika Brandl, Aon
Angelika Brandl, Aon
© AON

Eine aktuelle Bestandsaufnahme des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon zeigt, dass immer mehr Arbeitgeber Anreize dafür schaffen, dass sich Mitarbeiter eine betriebliche Altersversorgung über Entgeltumwandlung aufbauen. Fast zwei Drittel der antwortenden Unternehmen (64 Prozent) gewähren einen Arbeitgeberzuschuss, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Einfache Lösungen gefragt
Dabei bevorzugen Unternehmen unbürokratische Lösungen. Sie zahlen entweder Festbeträge oder beteiligen sich pauschal mit einem bestimmten Prozentsatz des Umwandlungsbetrages. Nur rund ein Viertel der Unternehmen wählt den im Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) vorgesehenen Weg, die tatsächlich eingesparten Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung zu errechnen.

Ein hoher Arbeitgeberzuschuss führt laut der Aon-Studie in den meisten Fällen zu einer hohen Mitarbeiterbeteiligung. So erreichen ca. zwei Drittel der Unternehmen eine Mitarbeiterbeteiligung von über 25 Prozent, wenn sie die Entgeltumwandlung bezuschussen. Wird kein Arbeitgeberzuschuss gewährt, schafft dies nur etwa ein Drittel. Eine hohe Mitarbeiterbeteiligung wird außerdem eher erreicht, wenn Unternehmen für die Entgeltumwandlung werben. Zwei Drittel (67,8 Prozent) der Unternehmen gaben an, dies mit kommunikativen Maßnahmen bereits zu tun. Dabei werden gleich mehrere Kanäle verwendet. Besonders beliebt sind Erinnerungsnachrichten per E-Mail, individuelle Beratungsgespräche, Mitarbeiterveranstaltungen und Broschüren.

Genauerer Blick auf den Versorgungsgrad
Nur wenige Unternehmen (17 Prozent) haben hingegen den Versorgungsgrad ihrer Mitarbeiter im Blick und versuchen, durch geeignete Maßnahmen den Versorgungsgrad zu erhöhen. „Hier wäre es eine einfache und pragmatische Lösung, im Rahmen einer Prognose zu ermitteln, ob der durchschnittliche Mitarbeiter unter den gegebenen Prämissen überhaupt eine Möglichkeit hat, sein Versorgungsziel zu erreichen”, empfiehlt Aon Principal Angelika Brandl, unter deren Leitung die Studie entstanden ist. „Obwohl wir noch keine konkreten Auswirkungen der Corona-Krise auf die Entgeltumwandlung feststellen konnten, ist davon auszugehen, dass Arbeitnehmer eine solche Form der Unterstützung durch ihren Arbeitgeber sehr schätzen würden.” (aa)

Obwohl aktuell die Covid19-Pandemie das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft bestimmt, konnte bei den Unternehmen bislang kaum eine Veränderung am Entgeltumwandlungsverhalten ihrer Mitarbeiter festgestellt werden. 

 

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