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"Amigo-Affäre": Urteile in Miesbacher Sparkassenaffäre wurden gefällt

In der so genannten "Amigo-Affäre" ging es um teure Geschenke und den Vorwurf der Korruption. Nun hat das Landgericht München Recht gesprochen.

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© Coloures-Pic / stock.adobe.com

Das Landgericht München hat den Ex-Vorstandschef der Miesbacher Sparkasse, Georg B., und den früheren CSU-Landrat Jakob K. in der sogenannten "Amigo-Affäre" zu Bewährungsstrafen verurteilt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Das Gericht befand die beiden Männer demnach des Vorwurfs der Untreue für schuldig. 

Die Staatsanwaltschaft hatte B. und K. als Hauptverantwortliche angeklagt, weil die Sparkasse Miesbach über Jahre hinweg Politikern und Verwaltungsräten teure Geschenke gemacht hatte.

Viele Vorwürfe vom Tisch, Freisprüche
Nach einem mehr als fünfmonatigen Prozess steht für die große Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht München II fest: Die Miesbacher Amigoaffäre um den früheren Sparkassenchef und den einstigen CSU-Landrat sei nicht von Korruption geprägt gewesen. Der Vorwurf der Bestechung bei einem Grundstücksgeschäft war schon länger vom Tisch, für die Vorwürfe der Vorteilsgewährung und der Vorteilsannahme gab es am Montag Freisprüche, berichtet die SZ. Schuldig gesprochen wurden die beiden Angeklagten sowie B.'s Nachfolger Martin M. demnach wegen Untreue und Beihilfe dazu. 

Bewährungs- und Geldstrafen
Das Urteil für B. lautete eineinhalb Jahre, das für K. elf Monate Haft, jeweils auf Bewährung. Dafür muss B. 300 Sozialstunden leisten, K. 200 Stunden. Die insgesamt 27.000 Euro Geldstrafe für M. verhängte das Gericht ebenfalls auf Bewährung, als Auflage muss er weitere 20.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Ihm hielt das Gericht zugute, dass er von 2010 an als Vorstandsmitglied und von 2012 an als Vorsitzender versucht habe, das über Jahre gepflegte "System B." zu beenden, also dessen ebenso freigiebige wie freihändige Spendenpraxis und die vielen gediegenen bis dekadenten Feiern, Fahrten und Geschenke für Verwaltungsräte, Bürgermeister und andere Lokalpolitiker. Aufgrund des Strafmaßes darf M. nun hoffen, dass er Chef der Kreissparkasse bleiben kann. (fp)

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