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Adler Group: Rivalisierende Gläubiger geraten in Streit

Unter den Adler-Gläubiger kommt es zu Lagerbildungen und zum Streit hinsichtlich des Umschuldungsplans.

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© Bacho Foto / stock.adobe.com

Eine zweite Gruppe von Anleihegläubigern der Adler Group SA hat sich formiert und will den von prominenten Asset Managern vorgeschlagenen Rettungsdeal blockieren, der dem angeschlagenen Immobilienkonzern mehr Zeit zur Schuldenrückzahlung verschaffen soll, berichtet Bloomberg.

In der Kürze liegt die Würze
Die Gruppe, die eigenen Angaben zufolge mehr als 34 Prozent der 800 Millionen Euro schweren im Jahr 2029 fälligen Anleihe hält, nennt das Vorhaben ungerecht, weil es die Inhaber von Anleihen mit kürzeren Laufzeiten bevorzuge, hieß es am Donnerstagabend in einer Mitteilung der Anwälte der Gruppe.

Die 2029 fällige Anleihe von Adler wird derzeit mit etwa 34 Cent je Euro Nennwert gehandelt. Die im Juli 2024 fällige Anleihe ist seit Bekanntgabe des Rettungsplans hingegen stark angestiegen und notiert aktuell bei etwa 69 Cent je Euro.

Die oppositionelle Gläubigergruppe kündigte an, gegen die Vorschläge zu stimmen und führte aus, sie habe eine ausreichend Gläubiger hinter sich, um den Plan zu stoppen. Vertreten werden die Gläubiger von den Anwaltskanzleien Akin Gump und Gleiss Lutz. Die Mitglieder der “Adhoc-Gruppe” wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Adler zeigt sich gelassen
Adler sieht das offenbar anders. Der Vermieter teilte am Freitag mit, er sehe ausreichend Unterstützung für die Umsetzung des Plans und könne “die Änderung der Anleihebedingungen, soweit erforderlich, auch in einem alternativen Verfahren herbeiführen”. 

Welches Verfahren damit gemeint ist, führte Adler in der Mitteilung und auf Anfrage nicht aus, wie Bloomberg festhält.

Zuvor hatte die Firma angekündigt, bei nicht ausreichender Gläubigerzustimmung eine Restrukturierung nach dem neuen deutschen Unternehmensstabilisierungsgesetz (Gesetz über den Restrukturierungs- und Stabilisierungsrahmen für Unternehmen oder StaRUG) zu erwägen.

75-Prozent-Hürde
Der geplante Rettungsdeal würde Adler ein frisches Darlehen in Höhe von 937,5 Millionen Euro gewähren, um fällige Anleihen zurückzuzahlen. Adler benötigt grünes Licht von 75 Prozent der Eigner all seiner Anleihen. Andernfalls scheitert der Deal, der auch die Laufzeiten von Anleihen verlängert und Adler mehr Zeit verschafft, geprüfte Geschäftszahlen vorzulegen.

Bekannte Investoren
Hinter dem Rettungsplan stehen nach Angaben seiner Unterstützer Gläubiger mit etwa 45 Prozent der Adler-Schulden, darunter Fondsriesen wie BlackRock und die Allianz-Fondstochter Pimco, Sculptor Capital Management und Schroders.

Die Gläubigergruppe beabsichtigt, “konstruktive Gespräche mit dem Emittenten und den Inhabern seiner anderen Schuldverschreibungen zu führen, um alternative Vorschläge zu erörtern, die den jeweiligen rechtlichen Status der Schuldverschreibungen des Emittenten angemessen berücksichtigen”, heißt es in der Erklärung der Anwälte. (aa)

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