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| Regulierung
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45 ausländische Asset Manager kamen im Zuge des Brexit nach Frankfurt

Anlässlich des Neujahresempfangs der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) enthüllte deren Chef Felix Hufeld, wie viele Asset Manager im Zuge des anstehenden Brexit bereits den Weg nach Frankfurt gefunden haben.

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Bafin-Chef Felix Hufeld
© FONDS professionell

"Der Brexit berührt Aufseher auf drei Ebenen", führte Hufeld aus. Auf der ersten, der operativen und kommunikativen Ebene, sei es von Anfang an wichtig gewesen, direkt und offen mit den Instituten ins Gespräch zu kommen. In hunderten von Einzelgesprächen und Workshops habe man den Banken, die über einen Umzug nach Deutschland nachdächten, – Schulter an Schulter mit der EZB – erläutert, was sie hier regulatorisch erwarten und welche Forderungen die Aufsicht stellen würde. Niemals sei man dabei in die Rolle eines Standortvermarkters gewechselt. Und immer wieder hätte man betont, dass die BaFin darauf bestehen würde, dass geltende Standards nicht verwässert oder gar ignoriert würden. Und dass Lizenzen ihren Namen auch wert sein müssten, man akzeptiere keine Briefkastenmodelle.

Schmaler Grat
Dialog- und lösungsorientiert und flexibel zu sein, ohne dabei aufsichtliche Geschenke zu machen – diesen schmalen Grat galt und gelte es jetzt zu finden, so Hufled weiter Mehr als 45 Finanzinstitute seien dabei, ihre Präsenz in Deutschland neu zu etablieren oder signifikant zu stärken. 

Clearing und die Vertragskontinuität
Was das Clearing angehe, vernehme man aus Brüssel positive Signale. Hufeld dazu: "Die EU-Kommission hat kurz vor Weihnachten einen Durchführungsbeschluss erlassen, der im No-Deal-Szenario übergangsweise die EMIR-Äquivalenz des Vereinigten Königreichs feststellt. Das bedeutet konkret, dass die britischen Vorgaben dazu als den EU-Regelungen entsprechend angesehen werden und Zentrale Kontrahenten (central counterparties;  CCPs)  mit Genehmigung der ESMA für ein Jahr zeitlich begrenzt in gewohntem Umfang in der Europäischen Union aktiv werden können. Das London Clearing House, das für das kontinentaleuropäische Clearing von immenser Bedeutung ist, hat umgehend auf diese Entscheidung reagiert und beabsichtigt, seine Dienste auch nach dem Brexit vollumfänglich zur Verfügung zu stellen."

Fallback-Lösung erarbeitet
Mit Blick auf die Vertragskontinuität entwickle diee BaFin auf nationaler Ebene eine Fallback-Lösung, die es der Aufsicht im Falle eines harten Brexits erlauben würde, zeitlich bis Ende 2020 begrenzt Zulassungen in dem Umfang zu erteilen, wie dies notwendig sei, um die Finanzmärkte funktionsfähig zu halten beziehungsweise um Nachteile für inländische Versicherungsnehmer zu vermeiden. (kb)

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