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Trotz Rutsch: UK-Immobilienaktien sind im Vergleich unattraktiv

Timbercreek Asset Management, ein weltweit anlegender alternativer Investmentmanager, schätzt den Markt für Immobilienaktien in Großbritannien in Folge der Brexit-Entscheidung und der unveränderten Leitzinsen als bisher noch wenig attraktiv ein

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Clauda Reich Floyd, Portfoliomanagerin/Research für globale Wertpapiere in Immobilien bei Timbercreek

In Großbritannien sind aktuell Aktien von Immobilienunternehmen in einem Eigenkapitalwert von 60 Milliarden Euro an der Börse notiert. „Die Nettomietrendite in London beträgt für erstklassige Büroimmobilien auf dem britischen Aktienmarkt in Folge der Preiskorrektur nach dem Brexit-Votum circa 4 Prozent. Damit liegt die Rendite 300 Basispunkte über dem risikofreien Zins für eine zehnjährige Staatsanleihe des Vereinigten Königreichs“, rechnet Claudia Reich Floyd vor, Portfoliomanagerin/Research für globale Wertpapiere in Immobilien bei Timbercreek. „In Deutschland befindet sich die implizierte Anfangsrendite im Vergleich dazu aber um 450 Basispunkte über dem risikofreien Zins.“ 

Fläachennachfrage wird wohl rückläufig sein und trifft auf höheres Angebot

Außer von einer niedrigeren Rendite müsse in Großbritannien auch von einem niedrigeren Wachstum bei den Mieten von Büroflächen ausgegangen werden. Dies beeinträchtige die Bereitschaft potenzieller Käufer, eine niedrigere Anfangsrendite zu akzeptieren, so Reich Floyd: „Die Nachfrage nach Flächen lässt einen Rückgang erwarten.“ Das Angebot an neuen Büroflächen wird in London dagegen in den nächsten Jahren um 6,5 Prozent steigen. Neubauaktivitäten für Büroflächen stiegen allein in den vergangenen sechs Monaten um 28 Prozent.

Relative Rendite ist in Kontinentaleuropa höher

„Auf Basis dieser Fundamentaldaten und der relativen Rendite in Kontinentaleuropa sehen wir in Großbritannien nur verhaltene Chancen im Immobilienaktienmarkt“, resümiert die Portfoliomanagerin. Im direkten Markt, also beim direkten Handel mit Immobilien, konnte man bisher zwar noch keine Anzeichen für eine Veränderung der Transaktionspreise erkennen. Allerdings sei der Markt für börsennotierte Immobilienunternehmen historisch immer Vorläufer für zukünftige Preisentwicklungen gewesen.

Sollten die britischen Renditen Spreads ausweisen, die vergleichbar mit denen auf dem Kontinent sind, dann sehe Timbercreek den optimalen Einstiegszeitpunkt. „Doch weder das aktuelle Wirtschaftswachstum in Großbritannien noch der unverändert gebliebene Leitzins lassen darauf schließen“, sagt Reich Floyd abschließend. (kb)

 

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