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Structured-Alpha-Fonds: Auch deutscher Großinvestor betroffen

Der Skandal um die Optionsstrategien von Allianz Global Investors zieht weitere Kreise. Einem Medienbericht zufolge ist auch ein deutscher Großanleger betroffen. Bislang waren nur US-Pensionskassen als Geschädigte bekannt geworden.

Zentrale von Allianz Global Investors in Frankfurt
© Christoph Hemmerich / Institutional Money

Das Drama um die sogenannten Structured-Alpha-Fonds von Allianz Global Investors hat auch einen deutschen Großanleger getroffen. Die berichtet das Magazin "Wirtschaftswoche" und beruft sich auf Dokumente von US-Behörden. Bislang waren nur Fälle von amerikanischen Pensionskassen und anderen institutionellen Anlegern bekannt geworden, die in die Optionsstrategien der Versicherungstochter investiert hatten. Der Name des deutschen Anlegers gehe aus den Unterlagen aber nicht hervor.

Die Hedgefonds waren im Zuge des Corona-Crashs an den Börsen ins Taumeln geraten. Wie sich herausstellte, waren die drei mittlerweile entlassenen Manager offenbar deutlich größere Risiken eingegangen, als sie den Investoren zugesagt hatten. Fahnder werfen den Ex-Portfoliomanagern gar vor, mit falschen Angaben die Risiken heruntergespielt und Verluste verschleiert zu haben. Die Konzernmutter, der Versicherungsriese Allianz, musste für Entschädigungen an Investoren und Strafen gut sechs Milliarden Dollar zahlen.

Investor entschädigt
Allianz GI bestätigte der "Wirtschaftswoche" die Angaben in den US-Dokumenten. Der betroffene deutsche Investor sei inzwischen entschädigt worden. Zudem betonte das Haus, dass Allianz-Mitarbeiter außerhalb des Structured-Alpha-Teams nichts von den mutmaßlichen Betrügereien gewusst hätten. Die Fondseinheit Allianz GI bekannte sich im Zuge des Verfahren des Wertpapierbetrugs für schuldig und bleibt für zehn Jahre vom US-Markt gesperrt. Der Konzern will das US-Geschäft an Voya Investment Management verkaufen.

Auch zwei der ehemaligen Manager bekannten sich schuldig und kooperieren mit den Behörden bei den Ermittlungen. Ein dritter Ex-Fondsmanager bestreitet aber die Vorwürfe gegen ihn. Die Anklage sei ein "wenig durchdachter Versuch der Regierung, die Auswirkungen der beispiellosen, durch Covid verursachten Marktverwerfungen vom März 2020 zu kriminalisieren", teilten die Anwälte der Nachrichtenagentur "Bloomberg" mit. Die Verluste seien bedauerlich, jedoch "nicht das Ergebnis eines Verbrechens". Zu dem betroffenen deutschen Investor äußerten sich die Anwälte des Ex-Managers nicht gegenüber der  "Wirtschaftswoche". (ert)

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