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Stabilitas übergibt Goldfonds in neue Hände

Das auf Rohstofftitel spezialisierte Haus überträgt die Lenkung des "Gold + Resourcen"-Fonds auf einen Partner. Dessen Vertriebskraft soll mehr Geld in das Portfolio spülen, das nur ein geringes Volumen erreichte. Dafür geht Stabilitas sogar eine Kooperation mit dem ärgsten Konkurrenten ein.

Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von Stabilitas
Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von Stabilitas
© Stabilitas

Der Rohstoffspezialist Martin Siegel zieht bei der Lenkung des Aktienfonds "Stabilitas Gold + Resourcen" einen externen Partner hinzu. Siegel kooperiert beim Management künftig mit dem Investmenthaus Baker Steel. Die britisch-australische Boutique verwaltet selbst bereits ein Portfolio, das auf Minenunternehmen setzt. "Ich bringe den kompletten Fonds in die Partnerschaft ein", erläutert Siegel im Gespräch mit unserer Redaktion. "Ich bleibe aber an Bord, und wir führen den Fonds gemeinsam."

Der "Stabilitas Gold + Resourcen" soll zudem neu ausgerichtet und in "Electrum Fund" umbenannt werden. Electrum steht für eine natürlich vorkommende Legierung aus Gold und Silber. Die Anlagephilosophie sowie die Portfoliostruktur mit Aktien aus dem Bereich der Förderung von Gold, Silber und anderen Edelmetallen bleibe zwar bestehen, so Siegel. Allerdings soll das Thema "neue Energie" stärker in den Fokus rücken. Dies umfasse Technologien wie Brennstoffzellen oder neuartige Batterien. "Der Fonds setzt auf die Metalle, die man dafür braucht", resümiert der Manager. Dazu zählen etwa Silber, Kupfer oder Nickel.

Portfolio aufgepäppelt
Durch die Partnerschaft erhofft sich Siegel, das magere Volumen des "Gold + Resourcen" von derzeit rund elf Millionen Euro rasch steigern zu können. Der Rohstoffprofi hatte den Fonds 2011 übernommen. "Das Portfolio war damals komplett ruiniert", so Siegel. Zwischenzeitlich habe er zwar die Altlasten abgearbeitet, dennoch mache die Vergangenheit dem Fonds zu schaffen. Auch wenn die Rückschläge aus den Jahren 2008 und 2009 teilweise wettgemacht werden konnten, "ist die Performance nicht ganz so gut, und er bereitet den Anlegern nicht so viel Freude."

Immerhin habe er den Fonds von zeitweilig drei auf nunmehr elf Millionen Euro aufgepäppelt. "Er wäre jetzt lebensfähig", sagt Siegel. Auch die Belastung durch die Fixkosten, die auf das relativ kleine Portfolio besonders durchschlugen, sank zuletzt. Das Vertriebsteam von Baker Steel sei aber größer und der Name mittlerweile international bekannt. Dadurch könnten rascher Mittel für den Electrum Fund gewonnen werden. Zudem fragten bestehende Investoren der Briten nach einem Zweitprodukt zu deren Precious Metals Fund. Ein Portfolio mit stärkerem Fokus auf Silber sei daher nahegelegen. "Mit meinem Fonds liefere ich ihnen den Nukleus", erläutert Siegel.

Kooperation mit dem Konkurrenten
Eigentlich zählt Baker Steel zu den direkten Konkurrenten von Stabilitas. Für Siegel war gerade dies jedoch der Grund, die Boutique auf eine Kooperation anzusprechen. "Unsere Produkte ringen um die ersten Plätze in der Vergleichsgruppe. Dies ist der einzige Fonds, der genauso gut ist wie meiner". Daher erwartet der Manager keine Schwierigkeiten bei der gemeinsamen Verantwortung. Das Team von Baker Steel mache Anlagevorschläge, und zu "99 Prozent werde ich dem zustimmen, da sie genauso denken wie ich", zeigt sich Siegel überzeugt.

Die anderen Stabilitas Fonds, "Pacific Gold + Metals" sowie "Silber + Weißmetalle", kommen auf ein Volumen von 82 respektive 72 Millionen Euro. "Ich behalte diese Portfolios", stellt Siegel klar. Auch den auf Explorationsfirmen ausgerichteten "Gold + Resourcen Special Situations" hält der Fondslenker für lebensfähig, auch wenn das Volumen nur fünf Millionen Euro beträgt. "Damit ist er noch schlagkräftig. Ich kann Positionen eingehen, wie ich es mit größeren Fonds nicht könnte, argumentiert Siegel.

Im Zuge der Umwidmung soll der bestehende "Stabilitas Gold + Resourcen" eingefroren werden. Damit sollen die Steuervorteile von Altanlegern erhalten bleiben. Das Geld neuer Investoren fließt hingegen in eine neu erschaffene Anteilsklasse. Beide Tranchen werden aber nach derselben Strategie gesteuert. Die Neuausrichtung und das geteilte Portfoliomanagement stehen aber noch unter dem Vorbehalt, dass die Aufseher zustimmen. (ert)

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