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So schlägt der Guinness Asian Equity Income Fund langfristig den Index

Der Fondsmanager des Guinness Asian Equity Income Fund erläuterte vor Profianlegern die zugrundeliegende Investmentstrategie seines bei der langfristigen Performance überzeugenden Aktienfonds und erklärte, warum die Demografie gerade asiatischen Unternehmen in die Hände spielt.

„Der asiatische Aktienmarkt ist sowohl kurzfristig, als auch langfristig interessant“, erklärte Mark Hammonds, der gemeinsam mit Edmund Harriss den Aktienfonds Guinness Asian Equity Income Fund managt, vor professionellen Marktteilnehmern in Wien, denen sich auch "Institutional Money" anschloss.

Hammonds verwies in diesem Zusammenhang auf die weltweit steigende Bevölkerung, insbesondere jene außerhalb der OECD-Länder, die mehr und mehr an Kaufkraft gewinnt. Das Jahr 2028 könnte für einen wirtschaftshistorischen Meilenstein respektive eine neue Ära sorgen: Ab dann übertrifft der Rest der Welt erstmals die Industrieländer beim Kriterium „Einkommensniveau 4“.

Zur Erinnerung: Dieses beläuft sich derzeit auf 32 US-Dollar pro Tag und Kopf und gilt als jene Grenze, ab der Menschen Jobs haben, die typischerweise mindestens zwölf Jahre Bildung erfordern und in Folge so hohe Einkünfte erzielen, dass Zugang zu Elektrizität und Internet leistbar ist. Des Weiteren kann Geld gespart bzw. ausgegeben werden für ein breiteres Nahrungsangebot, Auslandsurlaube oder Autokäufe.

Diese steigende Konsumentennachfrage befriedigen insbesondere asiatische Unternehmen, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bei Technologie und damit bei der Qualität ihrer Produkte gegenüber dem Westen aufgeholt oder diesen in einigen Bereichen mittlerweile übertroffen haben. Stichworte: 5G-Telekommunikation, Batterietechnologie und Elektroautos…

Und genau von diesen langfristigen Entwicklungen will der Guinness Asian Equity Income Fund für seine Fondsanteilsinhaber profitieren. Auf längere Sicht mit Erfolg.

Outperformance über fast alle Zeiträume
Das Fondsmanagerduo Mark Hammonds und Edmund Harriss konnten bei dem Ende 2013 aufgelegten Guinness Asian Equity Income Fund (Y-Anteilsklasse; ISIN: IE00BDHSRG22 (thesaurierend) und IE00BDHSRH39 (ausschüttend) über die Zeiträume zehn, fünf und drei Jahre jeweils die zwei Benchmarks MSCI AC Asia Pacific ex Japan und MSCI AC Asia Pacific ex Japan High Dividend Yield zum Stichtag 31.12.2025 outperformen. Einzig im Kalenderjahr 2025 lag man mit einer Performance von 6,59 Prozent hinter dem MSCI AC Asia Pacific ex Japan, der auf 14,23 Prozent kam. Die letztjährige Differenz erklärt sich vor allem durch eine Untergewichtung von extrem haussierenden, technologielastigen Indizes der Länder Südkorea, aber auch Taiwan beziehungsweise mit dem starken Anstieg ausgewählter Technologieaktien, die im Portfolio zu wenig berücksichtigt wurden.

Auf längere Sicht machte der rund 262 Millionen Euro an Volumen schere Guinness Asian Equity Income Fund seinen Investoren jedoch Freude. Das liegt an der zugrundeliegenden Strategie, die sich von vielen Ansätzen anderer Häuser und insbesondere von marktkapitalisierungsgewichteten Indexfonds unterscheidet und Investoren damit Diversifikationspotenzial eröffnet.

36 gleichgewichtete Qualitätsunternehmen
Das Fondsmanagement setzt im Rahmen eines aktiven, Index-agnostischen Bottum-Up Ansatzes mit tendenziellem Value-Bias auf eine Kombination der vier Faktoren respektive Kriterien „Qualität“, „Substanz“, „Dividendenwachstum“ und „Conviction“. „Wir fokussieren uns auf Unternehmen mit langfristig dauerhaft hohen Kapitalrenditen sowie starken Bilanzen und einem nachhaltigen Dividendenwachstum“, erläuterte Hammonds vor den Investoren.

Nach intensivem Research werden im Portfolio auf Basis des erwähnten Strong Conviction und Gleichgewichtungsansatzes typischerweise „nur“ 36 Einzelwerte des ursprünglich rund 8.500 Aktien umfassenden Anlageuniversums „Asien Pazifik“ gekauft. „Wir legen des Weiteren großen Wert auf einen geringen Umschlag und damit lange Halteperioden“, begründete Hammonds den niedrigen Turnover von durchschnittlich drei Aktien pro Jahr seit Fondsauflage.

Aufgrund des Gleichgewichtungsansatzes (ca. 2,75 Prozent Anfangsgewichtung pro Aktie) wird eine Neugewichtung des Portfolios einmal im Quartal vorgenommen oder alternativ dazu, wenn einzelne Titel die vorgegebene Bandbreite, die zwischen zwei und vier Prozentpunkte liegt, verlassen haben.

Bei den Dividenden achtet das Fondsmanagement weniger auf deren absolute Höhe, sondern darauf, dass die Dividendenausschüttungen nachhaltig sind und den Unternehmen noch genug Cash bleibt für zukünftige Investments. Sofern diese Kriterien nicht gegeben sind, wird verkauft: Fondsmanager Hammonds nannte dafür exemplarisch Aktien wie Huabao International Holdings oder Relo Holdings.

Portfolio-Aufschlüsselung nach Ländern und Sektoren
Im Ergebnis ist der Fonds auf Länderebene derzeit übergewichtet in China und aufgrund dreier „Off-Benchmark“-Investments in den USA sowie untergewichtet im relativ hoch bewerteten Indien bzw. in Südkorea.

Die Sektorengewichtung ist nicht das Ergebnis aktiver Sektor-Wetten (gleiches gilt für die Länder-Allokation), sondern ergibt sich aus der Wahl der jeweiligen Einzeltitel und deren Renditepotenzial. Vor diesem Hintergrund hat der Fonds derzeit eine Übergewichtung bei den Sektoren Finanzwerte und Immobilien und Untergewichtungen in Industriewerten, Rohstoffen und Kommunikation. Sie die zwei Grafiken dazu oben in der Bildergalerie.

Fazit
Der Guinness Asian Equity Income Fund ist ein interessanter Aktienfonds für langfristig orientierte Investoren, die auf die Vorzüge aktiven Fondsmanagements in fernen Landen und einen etwas „anderen“ Investmentansatz setzen wollen. (aa)

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