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Saudi-Arabien-ETF saugt ein Drittel des gesamten ETF-Neugeldes an

Die Börse in Riad legte in den ersten vier Monaten dieses Jahres eine veritable Rally hin. Das verleitete offensichtlich zahlreiche Investoren aus Europa dazu, Geld in das ölreiche Land zu pumpen.

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Man bedankt sich uns zieht gen Sonnenuntergang, nachdem man 800 Millionen Euro an ETF-Investments angezogen hat.
© oneinchpunch / stock.adobe.com

Anleger haben im Mai rund 800 Millionen Euro in den Invesco MSCI Saudi Arabia UCITS ETF gepumpt. Das geht aus Zahlen des Analysehauses Refinitiv hervor. Die Zuflüsse in diesen einen Indexfonds entsprechen 36,5 Prozent des gesamten Nettomittelaufkommens am europäischen ETF-Markt im Mai, betont Detlef Glow, Research-Chef bei Lipper für die Region Europa, Nahost und Afrika.

Der aktuell gut 1,2 Milliarden US-Dollar schwere Saudi-Arabien-ETF von Invesco gehört zu den wenigen Indexfolgern, mit denen europäische Anleger an der Börse Riad investieren können. Internationalen Geldgebern ist es ohnehin erst seit Juni 2015 erlaubt, Aktien des Ölstaates zu kaufen. Die Aktienkurse in Riad legten in den ersten vier Monaten dieses Jahres rasant zu, was viele Investoren angelockt haben dürfte. Im Mai verlor die Börse vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Turbulenzen und des fallenden Ölpreises jedoch wieder an Boden.

iShares bleibt unangefochtener Marktführer
Dank der hohen Zuflüsse in den Saudi-Arabien-ETF war Invesco laut Refinitiv im Mai auch der absatzstärkste Anbieter am europäischen ETF-Markt. Das US-Haus sammelte mit seinen börsengehandelten Indexfolgern in Europa unter dem Strich 1,9 Milliarden Euro ein, deutlich mehr als Amundi (1,0 Milliarden Euro) und UBS (0,5 Milliarden Euro).

Mit Blick auf das verwaltete Vermögen steht Invesco aktuell auf Rang acht der europäischen ETF-Anbieter. Unangefochtener Marktführer ist Blackrock mit iShares, gefolgt von der DWS-Sparte Xtrackers, Lyxor und UBS. (bm)

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