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Risikoprämienfonds erreichen weltweit 200 Milliarden US-Dollar Volumen

Experten schätzen in der „MJ Hudson Allenbridge Alternative Risk Premia Fund Review 2019“, dass zwischen 150 und 200 Milliarden US-Dollar in globalen alternativen Risikoprämienfonds (Alternative Risk Premia Funds; ARP) geparkt sind. Nicht enthalten sind hierin Strategieangebote von Investmentbanken.

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Odi Lahav, CEO von MJ Hudson Allenbridge
© MJ Hudson Allenbridge

Die Umfrage 2019 basiert auf Fragenbögen, die an 25 Asset Manager gerichtet waren, die in Summe für die Mehrheit der in ARP verwalteten Strategien stehen, nämlich in Summe 120 Milliarden US-Dollar.

Große Anbieter wachsen schneller
Trotz der performancemäßigen Herausforderung im letzten Jahr – man denke nur an den Vola-Spike Anfang Februar 2018 und an die schrecklichen letzten Wochen des Jahres – konnten 46 Prozent der Antwortenden ein Wachstum der verwalteten Vermögen von mehr als 20 Prozent melden. Dabei wuchsen größere Manager schneller als kleinere. Das durchschnittliche Niveau der Managementgebühren blieb mit 82 Basispunkten gegenüber der letzten Umfrage von MJ Hudson aus 2017 stabil.

Pensionsfonds stellen nach wie vor die wichtigste Investorengruppe für ARP-Manager dar, aber der Anteil der Asset Manage runter den Klienten nimmt zu. Hedgefonds-Allokationen bilden die wichtigsten Zuflüsse, während die Befragten geringere Zuflüsse von risikoaverseren Investoren als 2017 erwarten. 

Maue Performance 2018 als Hemmnis
Die 2018 beobachtete Performance von APR-Fonds stellt das größte Hindernis für weitere Investments dar. Auch wird die Industrie angesichts einer großen Anzahl ähnlicher Strategien als unübersichtlich eingestuft. Allerdings haben sich die Bedenken bezüglich „crowded trades“ gegenüber 2017 etwas abgeschwächt. Der durchschnittliche ARP-Fonds verlor gegenüber Cash 2018 7,5 Prozent, wobei die Volatilität bei 6,1 Prozent lag. Die Spreizung der Renditen erwies sich dabei als groß, lagen diese doch zwischen minus 13,6 Prozent und einem Plus von 3.4 Prozent.

Sechs Haupt-Strategien 
Mehr als 75 Prozent der Performance der ARP-Branche kann aufgrund von sechs einzelnen Strategien erklärt werden. Dies sind drei Aktien-Faktoren, eine Short-Aktienvolatilität-Strategie, FX Carry und Multi-Asset Trendfolge. Einzelne Fonds weisen große Schwankungen in Bezug auf ihre Sensitivität zu diesen Hauptstrategien auf und hatten annualisierte Alphas in einer Bandbreite von minus 11,5 Prozent bis plus 2,8 Prozent in 2018.  

Analyse der Performance-Treiber der ARP-Fonds
Laut Odi Lahav, CEO von MJ Hudson Allenbridge, verfolgt sein Haus den Faktor-Investing-Markt seit 2014. Ziel sei es, marktführendes Research und Beratungslösungen institutionellen Klienten wie Pensionsfonds, Versicherern, Staatsfonds und anderen Gruppen anzubieten. Antti Suhonen, einer der Autoren der vorliegenden Studie und Direktor bei MJ Hudson Allenbridge, meinte, dass der Review 2019 ein umfassendes Update des ARP-Marktes darstelle und Entwicklungen der Asset Management-Industrie sowie den Risikoappetit der Investoren und die Natur der Zu- und Abflüsse beinhalte. Dazu gehöre auch die Analyse der Performance-Treiber der ARP-Fonds. Diese Analyse gründe sich auf Vergleiche mit selbst entwickelten Indizes, die wiederum auf Basis der Alternative Beta-Strategien von Investmentbanken entwickelt wurden.

Komplexe Assetklasse erfordert hohes Know-how
Grundsätzlich schätzten Investoren den Wert von ARP-Fonds als Baustein der Portfoliodiversifikation, aber auch deren Liquidität und Transparenz. Trotz der schwierigen Zeiten im letzten Jahr konnte fast die Hälfte der Befragten einen Zuwachs an Assets vermelden. Auch vergrößere sich die Vielfältigkeit, da sich die Grenzen zwischen Alpha und Alternative Beta verschöben. Angesichts der steigenden Komplexität und der beschränkten Verfügbarkeit von live Track Records sei der Rat eines Experten vor der Implementierung von ARP-Strategien in institutionellen Portfolios geboten. Obwohl das Versprechen von Diversifikation verlockend sei, sei es nicht leicht, die für einen spezifischen Investor geeigneten Strategien beziehungsweise Anbieter herauszufiltern, so Odi Lahav abschließend. (kb)

 

  

 
 

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